02.09.2016

Helmut-Maria Glogger

Grosse Anteilnahme an seinem Tod

Der bekannte Boulevardjournalist ist unerwartet verstorben. Diese Nachricht löste über das Wochenende grosse Betroffenheit aus. Die Beerdigung ist am kommenden Mittwoch in Zürich.

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Der Tod des bekannten und langjährigen Ringier-Journalisten und Buchautors Helmut-Maria Glogger löste grosse Betroffenheit aus, wie viele Reaktionen in den sozialen Medien zeigen. Die Beerdigung des 68-Jährigen, der vergangene Woche verstorben war, findet am nächsten Mittwoch, 7. September, um 14.15 Uhr in der Friedhofskapelle Enzenbühl in Zürich statt (Tram 11 bis Friedhof Enzenbühl).

Glogger machte sich durch unzählige Serien, Artikel, Kolumnen und Bücher schweizweit einen Namen. Er galt als einer der letzten klassischen Boulevardjournalisten.

Aufgewachsen war Glogger, dessen Familie ursprünglich aus Winterthur stammt, in Oberbayern. Nach seinem Jus-Studium in Regensburg arbeitete er in Offenburg für die «Bunte», bevor er vor über 30 Jahren zu Ringier wechselte. Dort war er in den Chefredaktionen von «Blick», «SonntagsBlick» und «Schweizer Illustrierte», später während mehreren Jahren als Chefredaktor der Glückspost tätig.

Glogger fiel durch seinen lebendigen und pointierten Schreibstil auf, der einzigartig war. Seine Stärke konnte er in seiner Kolumne «Glogger mailt», die während sechs Jahren im «Blick am Abend» zu lesen war, ausspielen.

Auch im Radio und TV

Daneben moderierte er auch die Sendung «Glogger-Talk» auf Star TV und war in diversen Radiosendungen zu Gast.  

Neben seinem musikalischen Talent als Klarinettist – Gloggers Vater war Musikprofessor –, schrieb er verschiedene Bücher, die es in die Schweizer und deutschen Bestsellerlisten schafften. Als ausgewiesener Kenner des englischen Königshauses verfasste er eine Biografie über Lady Di («Diana: eine Frau sucht ihr Leben») und die «Geschichte der Windsors».

Als guter Freund von Udo Jürgens verfasste er in den 90er-Jahren dessen Bestsellerbiografie «Unterm Smoking Gänsehaut». 

Glogger war verheiratet und Vater von drei Kindern. 


Helmut-Maria war gelegentlicher Autor des «persönlich»-Verlags. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen grossartigen Journalisten, sondern auch einen aussergewöhnlichen Menschen und Freund, mit dem man über Gott, die Welt und den Journalismus sprechen konnte. 

Wir sind in aufrichtiger Trauer. 

Matthias Ackeret, Verleger «persönlich»



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Kommentare

  • albi matter, 02.09.2016 20:17 Uhr
    bin traurig! R.I.P. lieber freund!
  • Peter Dasen, 02.09.2016 23:23 Uhr
    Ich kannte Helmut-Maria Glogger nicht näher.Als Jahrgänger wie er mache ich mir schon meine Gedanken zu seinem Tode.Herzliche Beileid an seine Angehörigen.....Seine Aussagen über Putin undWeitere.....Wie Recht er hat.Schade,dass es nicht mehr Menschen nach seinem Vorbilde gibt.....!
  • Karl-Heinz Hug, 03.09.2016 00:44 Uhr
    Ach Helmut, was haben wir auf Reportagen gelacht und neue Geschichten, Ideen und Welverbesserungsvorschläge kreiert!! Mach's guet Charly und LilyBelle
  • Peter Montanari, 03.09.2016 04:30 Uhr
    Auf Wiedersehen. Irgendwann. Leider hast Du es nicht mehr bis zu mir nach Thailand geschafft. Dein langjähriger Kumpel Monti
  • Silvia Kunz, 03.09.2016 09:21 Uhr
    In bester Erinnerung bleibt mir als Ex-Sekretärin des BLICK sein Spruch: "Der Hut ist drin, aber man findet ihn nicht" (betraf eine Spesenabrechnung). Es gäbe noch unzählige andere Pointen, die ihn unvergesslich machen. R.I.P., lieber Goggeler!
  • Heier Lämmler, 03.09.2016 11:40 Uhr
    Ach Gott, jetzt hast du uns den Helmut genommen. Diesen frohen Kerl und manchmal so gnadenlos bissigen und direkten bayerischen Ringier-Hofnarren. Hoffentlich hast du für diesen speziell offenen und eben doch so verschlossenen Freigeist eine sanfte blauweisse Wolke bereit gestellt, wo er von all den Lügen, Illusionen, ja, der ganzen Erdenpain, erlöst ist. Und Freibier bitte für ihn zum Empfang! Und für das himmlische Orchester von Udo Jürgens genauso, wo Helmut künftig und zünftig die Klarinette spielen wird. Es sei euch und den früher schon abberufenen Spezln und Barockerotikern die Freude am Anblick der hübschen und feinen, meist blonden, Engelein gegönnt. Helmut, du wirst fehlen hier unten. Machs gut, noch besser, da oben. Bleib witzig, und schau auch dem lieben Gott bisweilen auf die Finger, was er mit uns da unten immer wieder so Unverständliches durchgehen lässt. Genau so wie du das bei so manchen irdischen Göttern getan hast... Bald ist Oktoberfest - Prost auf dich, lieber Helmut! Heier Lämmler
  • Iso Ambühl, 03.09.2016 14:15 Uhr
    Er war ein wunderbarer Arbeitskollege!
  • Martin Meier, 03.09.2016 18:30 Uhr
    Eifach tschau!
  • Max Trossmann, 03.09.2016 21:57 Uhr
    Ja, in Frieden ruh Dich aus, Helmut-Maria. Und noch ne Pointe: Ich sitz an der Schreibmaschine im Ringier-Pressehaus. Produzier eine grosse Story (es geht auch um Max Frisch) für die Schweizer Illustrierte, noch eine klassische Illustrierte damals. Will einen Umlauftitel schreiben. Da tritt Helmut-Maria hinter mich. Nach kurzem Wortwechsel sagt er: "Schreib doch einfach ..." Und diktiert ein ihm spontan in den Sinn kommendes "Zitat" von Max Frisch - frei erfunden. Ja, so war er. Furchtlos. Fantasievoll. Feinsinnig. Ein Tom Kummer lang vor dessen Zeit. Also, Helmut-Maria: Bald is ozapft in Minka. Gema!
  • Josef Ritler, 05.09.2016 09:46 Uhr
    Ciao Helmut! Die Zusammenarbeit war echt super. Gemeinsamkeiten verbinden. Du hast ein Buch über Diana geschrieben, ich durfte sie bei ihrem ersten Skiurlaub mit Charles in den Schweizer Bergen journalistisch begleiten. Zusammen haben wir den Tod von Vico Torriani recherchiert. Und noch viele andere Geschichten gäbe es zu erzählen. Eines konntest Du aber nie verstehen:"Warum sagen die Tessiner, wenn sie sich treffen, Ciao? Das sagt man doch, wenn man sich verabschiedet", hast Du mich einmal gefragt. Versöhnlich darum: Ciao, lieber Helmut Helmut!
  • Michael Scharenberg, 05.09.2016 12:47 Uhr
    lieber Helmut ... ob du den Hemingway-Spruch auf deiner Todesanzeige wohl selber ausgesucht hast? - Jedenfalls you did it your way. Für manche warst du ein Kotzbrocken. Das war dir scheissegal. Sagtest du jedenfalls. Wer dich aber kannte, schloss dich ins Herz. Michael Scharenberg
  • Beatrice Schönhaus Spirig, 05.09.2016 13:50 Uhr
    Grad hab ich dich noch getroffen - Du hattest diesen einmaligen Humor und guten Spirit - bin traurig!!!!!!
  • Franca Siegfried, 05.09.2016 18:27 Uhr
    Bye-bye Gloggi ! Du warst amüsant, schräg, gescheit und hilfsbereit. Wie oft haben wir zusammen auf der Redaktion “geschnödet”, gekichert und gelacht. Wir nannten dich “Häuptling leichte Feder” und bewunderten deinen Schreibstil. Bye-bye Helmut-Maria, Menschen wie du fehlen heute auf den Redaktionen. Augenzwinkern, Esprit und eine gewisse Opulenz würden der Presse gerade in Zeiten der Digitalisierung guttun. Franca Siegfried
  • Edith Lier, 05.09.2016 22:05 Uhr
    Tschüss, Du liebenswürdiger, irrwitziger genialer Helmut. Wir waren beruflich bei Sandra Parettis Geburtstagszirkus, haben gemeinsam ein Dossier über Fasten produziert und haben uns den Tod von Heidi Abel bis ins Koma runtergespült. Du warst für mich ein «almost best friend». Ich bin traurig, mit Dir nicht mehr rumblödeln zu können, ohne Gott und die Welt zu vergessen. See you ...
  • Frank Hubrath, 06.09.2016 09:51 Uhr
    Lieber Helmut, es waren bewegte Zeiten, die Du, Christian Maurer und ich beim SoBli-Magazin bis 2014 erlebt haben: ein Bayer, ein Zürcher und ein Kölner... Ich erinnere mich an Deine Begrüssung: "Was wollen Sie denn hier? Sie waren doch beim wunderbaren Kulturkanal 3sat..." Du wurdest schnell zum Kumpel und Freund. Wir haben geackert, gestöhnt, manchmal auch gelitten. Aber vor allem haben wir gelacht. Selbst in unseren grössten Krisen haben wir uns mit Humor wieder aufgerappelt. Ich bewunderte Deine Furchtlosigkeit, Du kanntest kein Pardon. Du hast uns auch Nerven gekostet, wenn Du Deine Tage hattest oder kurzfristig verschollen warst. Aber am Ende kriegten wir immer alles hin. Die Texte kamen manchmal auf wundersame Weise ins Blatt, diktiert, per SMS oder notfalls auch getrommelt. Du warst nie zu bremsen, hattest unzählige Ideen und vor allem eines: diese Begeisterungsfähigkeit, diese Euphorie, diese unbändige Lust am Schreiben. Der Gloggomat… Da durftest Du ruhig auch einmal über das Ziel hinausschiessen. Und: egal wo Du gerade warst, Du hast den Kolleginnen und Kollegen immer geholfen mit ihren Texten und nie jemanden hängen gelassen. Natürlich warst Du auch bekannt dafür, dass Du den einen oder anderen Termin versäumt hast. Aber irgendwie konnte man Dir nie wirklich böse sein. Ach Helmut, mit Dir konnte man wirklich über alles reden, Du hattest stets ein offenes Ohr. Und wenn man Dich zu Kaffee und Kuchen (aber bitte mit Sahne!) in unsere Kantine lud, konntest Du Dich so aufrichtig darüber freuen. Mensch Helmut, ich vermisse Dich. Und lege Dir zu Ehren Trude Herr auf: „Niemals geht man so ganz. Irgendwas von mir bleibt hier. Es hat seinen Platz immer bei dir.“ Wir sehen uns, mein Freund.

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