14.02.2019

Diversität

Hollywood setzt ein positives Zeichen

Im vergangenen Jahr sind die Hauptrollen in 40 der 100 erfolgreichsten Filme mit Frauen besetzt worden. Das entspricht dem Dreifachen des Vergleichswertes aus 2017, wie eine Studie der University of Southern California zeigt.
Diversität: Hollywood setzt ein positives Zeichen
In Hollywood sind Frauen auf dem Vormarsch. (Bild: Pixabay)

Wenn es um Gleichberechtigung und Diversität geht, hat Hollywood 2018 ein positives Zeichen gesetzt. Laut einer Analyse der Annenberg School for Communication and Journalism der University of Southern California waren in 40 der 100 erfolgreichsten Filmproduktionen des Jahres 2018 wichtige Hauptrollen mit Frauen besetzt. In elf Streifen gehörten zentrale weibliche Charaktere sogar einer unterrepräsentierten ethnischen Bevölkerungsgruppe an – das entspricht dem Dreifachen des Vergleichswertes aus 2017.

«Gibt uns Hoffnung»

«Das Jahr 2018 gibt uns Hoffnung, dass die Akteure der Filmwirtschaft endlich etwas unternehmen, um Inhalte zu produzieren, die die Welt, in der wir leben, besser widerspiegelt», zitiert das Branchenportal «Deadline» Stacy Smith, Gründerin und Leiterin der «Annenberg Inclusion Initiative», die sich auf Forschung zum Thema Diversität und Inklusion in der Entertainmentwelt spezialisiert hat. «Die Daten zeigen, dass ein Umdenken möglich ist. Die Unternehmen dürfen jetzt aber nicht selbstgefällig werden und müssen den Fortschritt, den sie gemacht haben, auch 2019 und darüber hinaus fortführen», betont die Expertin.

Der Aufwärtstrend im vergangenen Jahr sei «überaus ermutigend». «Wir haben damit die höchste Zahl von Filmen mit einer weiblichen Hauptrolle seit zwölf Jahren erreicht. Vielleicht am wichtigsten ist aber der Zuwachs von Frauen mit dunkler Hautfarbe, den wir registriert haben», betont Smith. Dennoch gebe es immer noch viel zu tun. «Die aktuelle Entwicklung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung», so die Wissenschaftlerin.

«4 % Challenge» gestartet

Um den Kampf für mehr Gleichberechtigung und Diversität in Hollywood weiter voranzutreiben, hat Smith erst im vergangenen Monat auf dem Sundance Film Festival gemeinsam mit Vertretern des Filmgeschäfts die sogenannte «4 % Challenge» ins Leben gerufen. Diese ruft Filmschaffende konkret dazu auf, innerhalb der nächsten 18 Monate eine weibliche Regisseurin anzuheuern.

Seit ihrem Start haben sich bereits zahlreiche namhafte Stars wie Eva Longoria, Jennifer Lopez oder Natalie Portman auf die Unterstützerliste der Initiative gesetzt. Auch Studios wie Disney oder Universal sind mit an Bord. «Von 2007 bis 2018 waren nur vier Prozent aller Regisseure der 1200 erfolgreichsten Filme Frauen. Diese Challenge soll mithelfen, dieses Verhältnis dramatisch zu verbessern», erklärt Smith. (pte/cbe)

 



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