Die Eigenproduktionen der Streaming-Dienste zahlen sich offenbar aus: Bei den Golden Globes räumten mit Amazon und Netflix gleich zwei der neuen Streaming-Anbieter mit exklusiven Titeln Preise ab.
Mit "Transparent" von Amazon wurde erstmals in der Kategorie Serie eine Online-Serie mit der Trophäe bedacht. Der weltgrösste Online-Einzelhändler hat sich inzwischen zu einer Grösse in der Film- und Fernsehproduktion etabliert. Erklärtes Ziel ist es, sich mit Eigenproduktionen von der Konkurrenz abzuheben. Das ist mit den ersten zehn Staffeln von "Transparent" nun erfolgreich gelungen, auch Hauptdarsteller Jeffrey Tambor wurde als bester Schauspieler in einer Comedyserie geehrt.
Auch Netflix setzt auf Eigenproduktionen, um sein Angebot mit exklusiven Inhalten attraktiver zu machen. Als erste waren neben der jetzt ausgezeichneten Krimigroteske "Fargo" auch die Serien "Sons of Anarchy" und die bei den diesjährigen Golden Globes nominierte Gefängnisserie "Orange is the New Black" für die Kunden zu sehen. Für seine Rolle in "Fargo" wurde Billy Bob Thornton auch als bester Schauspieler ausgezeichnet. Kevin Spacey erhielt in "House of Cards" diesmal die Auszeichnung als bester Schauspieler in einem TV-Drama.
Anders als bei der Ausstrahlung von Fernsehsendern über Kabel oder Satellit werden Streaming-Angebote über das Internet geleitet. Zuschauer müssen sich dabei nicht mehr an vorgegebene Sendezeiten halten, sondern können je nach Bedarf einen Film oder Fernsehsendung per Streaming starten - eine schnelle Internet-Verbindung vorausgesetzt. (sda)
12.01.2015
Golden Globes
Internet-Riesen erobern Hollywood
Streaming-Dienste drängen ins traditionelle Film- und Fernsehgeschäft.
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