Sabine Boss, 1966 geboren, begann in jungen Jahren in einer Punkband und wurde dann Radiomoderatorin und Tontechnikerin. Ihren 15-jährigen Weg als Regisseurin und Drehbuchautorin hat die öffentliche Schweiz von Anfang an in Massen verfolgt: 18 Folgen von "Lüthi & Blanc", die erfolgreichsten Serienproduktionen des Schweizer Fernsehens vor dem "Bestatter" waren ihr Werk. Ebenfalls die Diplomatenkomödie "Ernstfall in Havanna" (2002) mit Mike Müller und Viktor Giacobbo. Weiter machte sie "Tatort", "Studer" und "Tag und Nacht". Und dann kam "Der Goali bin ig", die Verfilmung der Novelle von Pedro Lenz.
Die gebürtige Aarauerin hat damit die Jury des Kulturpreises der AZ Medien unter dem Vorsitz von Sabine Altorfer überzeugt: «Sabine Boss ist eine Filmerin mit nationaler und zunehmend internationaler Ausstrahlung. Mit "Der Goalie bin ig, diesem so melancholischen wie humorvollen Film bewies sie sich endgültig als Autorenfilmerin und zeigt, dass sie zu den besten im Schweizer Filmbusiness gehört", schreibt Altorfer in einer Medienmitteilung.
Sabine Boss ist die 17. Kulturpreisträgerin. Die Auszeichnung wird ihr anlässlich einer Feier diesen Oktober überreicht. Der Kulturpreis der AZ Medien ging in früheren Jahren an: Scuola Teatro Dimitri, Tanzcompagnie Flamenco en route, Egon Amman, Hugo Suter, Franz Hohler, Ruedi Häusermann, Sonja und Roger Kaysel, Klaus Merz, Samir, Sol Gabetta, Beat Zoderer, Max Lässer, Andreas Fleck, Pedro Lenz, Massimo Rocchi und Dieter Amman. (pd)

