25.03.2020

SRF

Quarantänesituation ist «keine Überraschung»

«Wie tausende andere muss ich mich zuerst ans Homeoffice gewöhnen», sagt SRF-Moderator Mario Grossniklaus, der seit Dienstag in freiwilliger Quarantäne sitzt. Eine weitere Person der Sondersendung arbeitet aus Sicherheitsgründen vorerst zuhause.
SRF: Quarantänesituation ist «keine Überraschung»
«Mir geht es sehr gut», sagt Mario Grossniklaus, der die Coronavirus-Sondersendungen moderiert hat. (Bild: Screenshot)
von Michèle Widmer

Der SRF-Moderator Mario Grossniklaus ist seit Dienstag zuhause in freiwilliger Quarantäne (persoenlich.com berichtete). Weil der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann, der am Freitag zu Gast in der Spezialausgabe der «Tagesschau» war, positiv auf Corona getestet wurde, hat SRF Grossniklaus aus Sicherheitsgründen von der Sendung abgezogen.

«Wir steckten mitten in den Vorbereitungen für die nächste Sondersendung als die Nachricht kam. Für mich war es keine grosse Überraschung: Alle, die noch Kontakt zu anderen Menschen haben, können jetzt einem Corona-Patienten begegnen», sagt Grossniklaus, der seit bald vier Jahren stellvertretender Redaktionsleiter bei der «Tagesschau» ist und immer wieder für die «Arena» sowie Sondersendungen einspringt, gegenüber persoenlich.com.

Weitere Person bleibt zuhause

Nicht nur der Moderator, sondern auch die Person, die Hofmann mit dem Mikrofon ausgerüstet hat, bleibt vorerst zuhause, wie SRF-Sprecher Stefan Wyss auf Anfrage sagt. Dies, obwohl sie nur ganz kurzen Kontakt gehabt, und dabei alle Hygienevorgaben inklusive Desinfektionsmassnahmen beachtet habe. Zu Mitarbeitenden der Maske hat es laut Wyss keinen nahen Kontakt geben. Sowohl Grossniklaus als auch Hofmann hätten sich am Freitag selbst geschminkt.

Bei SRF sind bereits verschiedene Massnahmen eingeleitet worden, um die Gefahr von allfälligen Ansteckungen innerhalb von Redaktionen zu vermeiden. Für die Sondersendungen hat man laut Wyss extra ein Studio benutzt, in dem die vorgegebenen Sicherheitsabstände sichergestellt werden können. Generell wurden in den Studios Massnahmen getroffen, um die Vorgaben des BAG einzuhalten. Neben den Trennscheiben bei «Schawinski», «Kassensturz» oder «Sternstunde» habe zum Beispiel der «Club» am Dienstag ins grössere Studio des «Sportpanorama» gewechselt, fügt Wyss an.

Keine Corona-Sondersendung bis am Mittwoch

Wie lange Grossniklaus als Moderator ausfällt, wird sich zeigen. «Mir geht es sehr gut. Ich muss mich zwar wie tausende andere im Land noch etwas ans Homeoffice gewöhnen, aber ich habe den Computer und mehr als genug Arbeit mit nach Hause genommen», sagt er. Es sei ihm einfach wichtig, die Kolleginnen, Kollegen und Gäste im Fernsehstudio keinem Risiko auszusetzen, auch wenn es noch so klein sei. Wenn wir das alle tun würden, könnten wir rascher wieder normal leben und arbeiten.

Sofern sich keine ausserordentlichen neuen Entwicklungen ergeben, produziert SRF bis am Mittwoch vorerst keine TV-Sondersendungen mehr. Sollte Grossniklaus wie bis anhin gesund bleiben, komme er für Einsätze danach sicher wieder in Frage, sagt Wyss.

 



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