Der kubanische Filmemacher Daniel Díaz Torres ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Er sei einem Krebsleiden erlegen, berichteten örtliche Medien am Montagabend.
Der Regisseur, der zu den erfolgreichsten Filmschaffenden Kubas zählte, war 1991 mit der beissenden Satire "Alicia en el Pueblo de Maravillas" international bekannt geworden. Der Film über die Wirtschaftskrise auf der sozialistischen Karibikinsel war nur drei Tage nach der Premiere verboten worden.
Später arbeitete Díaz Torres auch mit dem deutschen Schauspieler Peter Lohmeyer ("Tropicanita", 1998, "Hacerse El Sueco", 2001) zusammen. Sein letzter Film, "La película de Ana", in dem es um die Prostitution auf Kuba geht, war 2012 vom Publikum gefeiert worden.
Díaz Torres war zudem rund 30 Jahre für die bekannte Wochenschau "Noticiero ICAIC" tätig und war Dozent sowohl an der Universität von Havanna als auch an der berühmten Film- und Fernsehschule von San Antonio de los Baños. (sda)
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