Die Wachstumstendenz des Zurich Film Festivals (ZFF) bricht nicht ab: Zum Abschluss seiner 12. Ausgabe kann das Festival einen Besucheranstieg von rund 6,5 Prozent verbuchen. 90’500 Filmfans (85’000 im Vorjahr) sind in den letzten Tagen bei bestem Herbstwetter in die Zürcher Kinos geströmt.
«Das grosse und weiterhin zunehmende Zuschauerinteresse sowie die vielen Komplimente unserer Gäste aus aller Welt bestätigen uns, dass wir mit unserer Festivalstrategie auf dem richtigen Weg sind», verkündeten die beiden Co-Direktoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri am Sonntag in einer Medienmitteilung.
Schweiz präsent, aber fast ohne Preise
Sieben Schweizer Filme – sechs davon Weltpremieren – haben es in den Wettbewerb geschafft. «Miséricorde» von Fulvio Bernasconi verlor das Rennen um das Goldene Auge für den besten internationalen Spielfilm allerdings an das finnische Biopic «Hymyilevä mies» («The Happiest Day in the Life of Olli Mäki»).
Für den besten Dokumentarfilm wurde die französisch-südkoreanische Co-Produktion «Madame B, histoire d’une Nord-Coréenne» von Jero Yun ausgezeichnet. Und auch in der Kategorie «Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich» blieben die Schweizer Beiträge im Rennen um den Hauptpreis auf der Strecke: Es gewann der in Deutschland geborene und heute in Österreich lebende Regisseur Valentin Hitz mit seinem düsteren Science-Fiction-Streifen »Stille Reserven».
«Europe, She Loves» vom letztjährigen Filmmaker-Award-Gewinner Jan Gassmann ging jedoch nicht leer aus. Der Dokumentarfilm über vier Paare aus vier verschiedenen Städten am Rande Europas wurde mit dem Förderpreis für den besten Schweizer Film im ZFF-Programm ausgezeichnet.
A Tribute To…
Höhepunkt der Preisverleihung im Opernhaus Zürich war die Verleihung des «A Tribute to… Award» an den französischen Regisseur Olivier Assayas, der sich mit Filmen wie «Irma Vep» (1996), «Carlos» (2010) oder «Clouds of Sils Maria» (2014) einen Namen machte und dessen neustes Werk «Personal Shopper» am Sonntagabend als Closing Film gezeigt wurde.
Das 13. Zurich Film Festival findet von Donnerstag, 28. September, bis Sonntag, 8. Oktober 2017, statt. (sda)

