28.10.2020

Dokfilm über Coronakrise

Reto Brennwald stellt «Unerhört!» auf Vimeo

Der viel diskutierte Corona-Film vom früheren SRF-Moderator ist ab sofort gratis im Internet zu sehen.
Dokfilm über Coronakrise: Reto Brennwald stellt «Unerhört!» auf Vimeo
Daniel Koch und Reto Brennwald bei den Dreharbeiten. (Bild: unerhoert-der-film.ch)

«Unerhört!» will  laut den Machern Reto Brennwald und Michel Bronner aufzeigen, dass «die Angst vor einer Pandemie mit zehntausenden von Toten eine klare Sicht verhindert hat». Der Film frage kritisch nach und gebe auch jenen eine Stimme, «die bisher praktisch unerhört geblieben sind». Ziel sei «der Dialog, den sich viele wünschen». Hingegen hält das Team ausdrücklich fest, dass es sich klar von «Pöbeleien, Respektlosigkeit und der Verweigerung der Maskenpflicht» distanziert, wie es leider an der Premiere durch eine Minderheit vorgekommen sei.

Der Film ist auf unerhoert-der-film.ch und via Vimeo in voller Länge und kostenlos zugänglich. 

Brennwald und sein Team weisen darauf hin, dass der Film urheberrechtlich geschützt und nur für das eigene Betrachten freigegeben ist.

«Kleinere Veranstaltungen»

Der frühere SRF-Moderator hatte sich gegenüber persoenlich.com bereits im August ausführlich über seine Motivation für den Film geäussert. Er zeigte sich irritiert über zu wenige kritische Fragen, «die einseitige Berichterstattung und die wenig durchschaubaren Zahlen». 

Wie Brennwald und sein Team in einer Mitteilung schreiben, wird sich die Initiative «Coronadialog» in Zukunft auf kleinere Veranstaltungen konzentrieren, mit Schwerpunkt auf Podiumsdiskussionen. Zudem heisst es: «Wir hoffen auf weitere angeregte Diskussionen mit dem Ziel, gemeinsam und nicht gespalten durch diese Krise zu kommen.» (eh)



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Kommentare

  • Ernst Menet, 04.11.2020 17:11 Uhr
    Kurzzusammenfassung wie die Schweiz mit Corona umgegangen ist, umgeht (und möglicherweise umgehen wird. Aber wer kennt schon die Zukunft?!): Vorfeld seit 2009 (Schweinegrippe): Tiefschlaf. Alles vergessen, alles aus dem Sinn. Schönwetter-Epidemiegesetz. Vorsorge, Schutzmaterial sträflich vernachlässigt, war wohl zu teuer. Januar 2020: Nichts. Tiefschlaf. Obschon SARS-Cov-2 bereits am Rande am WEF im Januar 2020 ein Thema war. Februar, März 2020: too little, too late. Sommer 2020 (Lockerungen): too much, too fast. Herbst 2020: much too little, much too late. Eines der besten und vor allem teuersten Gesundheitssysteme der Welt ist drauf und dran, an die Wand gefahren zu werden. Eines der reichsten Länder der Welt will undbedingt einen zweiten Lockdown verhindern, weil dieser angeblich nicht zu finanzieren sei und tut alles, um den Lockdown erst recht zu herbei-zu-zerreden. Es gibt noch der Absurditäten viele... Der Film "Unerhört" hat es bereits auf die Schutthalde der Zeit gebracht und dient höchstens noch als Argumentation für die unverbesserlichen Covidioten. In Zukunft?: wenn alles 'so gut läuft' wie bisher, werden wird noch weitere Wellen zum Üben, Zerreden und Doch-nichts-tun (der 'Schweizerische Weg') bekommen. Lukas 23,34 und das Murmeltier lassen täglich grüssen. Unerhört! in der Tat.
  • Jürg Brinkmann, 29.10.2020 17:13 Uhr
    Der Film beleuchtet gut recherchiert auch mal die andere Seite. Leider hinkt er der Realität hinterher. Ohne Integration der letzten paar Wochen (v.a. Oktober) beleuchtet der Film faktisch eine Situation, die bereits überholt ist. Ob die kritischen Stimmen immer noch so kritisch wären unter Beachtung der aktuellen Zahlen und der aktuellen Situation? Ich weiss es nicht, aber das "Nicht-Wissen" macht das Ganze natürlich sehr komplex. Wieso muss sich nun der Bundesrat und das Parlament dem Vorwurf aussetzen, das Ganze unterschätzt und verschlafen zu haben? Wohin geht die Reise? Klar ist, wir stecken nun mitten in der zweiten Welle. Der Bundesrat hat sicherlich gelernt, dass der Lockdown die letzte Möglichkeit sein muss. Vielleicht wurde er im Frühling zu früh ergriffen. Wurden aber, unter Beachtung der heutigen Situation, nicht auch die Lockerungen zu früh ergriffen...? Tausend Fragen, tausend Unsicherheiten. Ich möchte nicht in der Haut des Bundesrates stecken.
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