29.04.2015

Autonummer-Auktion

TG 4 bis TG 10 kommen unter den Hammer

Der Kanton Thurgau hat so schon 6,5 Millionen Franken verdient.

Das Thurgauer Strassenverkehrsamt versteigert die Kontrollschilder TG 4 bis TG 10. Ab Donnerstag kommt jede Woche eines dieser Kennzeichen im Internet "unter den Hammer". Mit solchen Auktionen hat der Kanton seit Ende 2002 rund 6,5 Millionen Franken verdient.

Als erstes wird ab dem 30. April das Nummernschild TG 10 versteigert, wie das Strassenverkehrsamt am Mittwoch mitteilte. Danach folgt jede Woche ein weiteres der sieben Schilder. Die Auktion auf der Internetseite www.auktion.tg.ch dauert bis zum 1. Juli.

Die Schilder TG 1 bis TG 3 werden nicht versteigert. Die Nummern TG 4 bis TG 10, die jetzt zur Auktion kommen, waren seit den 1990er Jahren nicht mehr im Verkehr. Der Kanton hatte damals die Nummern 1 bis 600 zurückbehalten. Seit Ende 2002 werden die Schilder versteigert.

Laut dem Geschäftsführer des Strassenverkehrsamts, Ernst Anderwert, haben die Auktionen dem Kanton bisher total 6,5 Millionen Franken eingebracht. Den höchsten Preis für ein Thurgauer Nummernschild - 45'800 Franken - bezahlte ein Käufer im Jahr 2003.

Auch private Fahrzeughalter können ihre Nummernschilder über die Auktionsplattform des Strassenverkehrsamtes verkaufen. Mit dem Erlös der Auktionen werden Leuchtwesten für Schulkinder, Veloparcours auf Schulhausplätzen oder Ausstellungen zur Verkehrssicherheit finanziert.

Im Kanton St. Gallen ersteigerte ein Fahrzeughalter Anfang 2013 das Kennzeichen SG 1 für die Rekordsumme von 135'000 Franken. Die Nummer hatte zuvor der Berufsfeuerwehr der Stadt St. Gallen gehört. Der Kanton hatte als Teil des Sparpakets von 2012 die Versteigerung der einstelligen Kennzeichen beschlossen.

St. Gallen versteigert seit 2009 Kontrollschilder mit tiefen Nummern. Der Kanton nimmt damit pro Jahr jeweils gegen eine Million Franken ein.

Die Ausserrhoder Regierung will ab 2016 dem Beispiel der Nachbarn folgen. Von der Versteigerung von Kontrollschildern mit attraktiven Nummern verspricht sich der Kanton Mehreinnahmen von jährlich 100'000 Franken. (sda)


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