27.07.2025

South Park

Weisses Haus kritisiert TV-Serie scharf

Eine Trump-Szene mit dem Satan hat das Weisse Haus zu heftiger Kritik an der Satireserie veranlasst. Die Sprecherin des Weissen Hauses bezeichnete «South Park» als «seit über 20 Jahren nicht mehr relevant» und warf der Serie vor, mit uninspirierten Ideen verzweifelt um Aufmerksamkeit zu werben.

Wegen einer neuen Folge der Serie «South Park» hat das Weisse Haus scharfe Kritik an der Animationsserie geübt. Die Macher hatten US-Präsident Donald Trump aufs Korn genommen.

«Diese Serie ist seit über 20 Jahren nicht mehr relevant und hält sich mit uninspirierten Ideen in einem verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen, mühsam über Wasser», sagte Sprecherin Taylor Rogers am Donnerstag (Ortszeit).

In der ersten Folge der neuen Staffel bittet eine KI-generierte Version des US-Präsidenten den Satan, mit ihm ins Bett zu gehen. Dieser weist Trump jedoch zurück – unter anderem, weil sein Penis zu klein ist. Auch ein nackter Trump, der durch die Wüste kriecht, ist in der neuen Staffel der Zeichentrickserie für Erwachsene zu sehen.

Dem Humor der Trump-Regierung entsprechen die Szenen offenbar nicht: «Präsident Trump hat in nur sechs Monaten mehr Versprechen gehalten als jeder andere Präsident in der Geschichte unseres Landes, und keine viertklassige Serie kann die Erfolgsgeschichte von Präsident Trump gefährden», erklärte Sprecherin Rogers.

Vertrag mit Paramount 

Die satirische Serie, die häufig brisante Themen des Lebens in den USA aufgreift, ist bereits in ihrer 27. Staffel und bei Zuschauern überaus beliebt. Ihre Schöpfer Trey Parker und Matt Stone haben laut Los Angeles Times gerade einen Vertrag über 1,5 Milliarden Dollar mit der US-Mediengruppe Paramount abgeschlossen. Paramount will die Serie fünf Jahre lang auf ihrer Streaming-Plattform ausstrahlen.

Der Deal kommt für Paramount zu einem heiklen Zeitpunkt – das Unternehmen bemüht sich um eine Genehmigung der US-Regierung für eine Fusion mit der Filmproduktionsfirma Skydance (persoenlich.com berichtete). Die US-Medienaufsichtsbehörde FCC genehmigte am Donnerstag die Fusion unter der Auflage, dass der zu Paramount gehörende Sender CBS seine redaktionelle Ausrichtung ändert.

CBS hatte jüngst bereits das Ende der «Late Show» von Stephen Colbert verkündet – der Moderator und Satiriker steht dem US-Präsidenten sehr kritisch gegenüber. Kritiker werteten den Schritt als Einknicken des Senders gegenüber der Trump-Regierung, um die Fusion zu ermöglichen. (sda/afp/cbe)


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KOMMENTARE

Peter Eberhard
28.07.2025 17:13 Uhr
Entschuldigung, Frau Meier, Sie haben recht. Aber den gleichnamigen Taylor Rogers von den Cincinnati Reds gibts tatsächlich auch. Aber OK, besser recherchieren nächstes Mal :-(
Eveline Meier
28.07.2025 10:05 Uhr
Lieber Herr Eberhard. «Medien-Tussi» ist gar etwas respektlos. Ich benötigte gerade mal 10 Sekunden, um herauszufinden, dass Taylor Rogers White House Assistant Press Secretary und sehr wohl eine Frau ist > https://www.linkedin.com/in/taylorrrogers/
Peter Eberhard
28.07.2025 09:29 Uhr
Wenn "South Park" seit "über 20 (?) Jahren nicht mehr relevant" ist: Wieso lässst dann Trump seine Medien-Tussi Karoline Levitt (und woh lnicht Taylor Rogers, liebes persönlich.com, der ist nämlich Baseballer bei den Cincinnati Reds) sich öffentlich darüber aufregen? "South Park" darf sich auf höhere Einschaltquoten freuen. Auch wenn man den oftmals derben Humor der Serie nicht mag, zeigt der Vorfall einmal mehr eines: dass die Autokraten dieser Welt völlig humorlos sind und als Narzissten schon gar nicht über sich selbst lachen können. Immerhin kommt man in den USA deswegen zumindest vorläufig noch nicht ins Lager.
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