09.03.2022

Die Schweiz hilft

Welle der Solidarität für Kriegsopfer

Am nationalen Solidaritätstag mit den Opfern des Krieges in der Ukraine sind bis 23 Uhr am Mittwochabend über 50 Millionen Franken zusammengekommen. Die Spendenaktion wurde von den SRG-Sendern begleitet.
Die Schweiz hilft: Welle der Solidarität für Kriegsopfer
Bundespräsident Ignazio Cassis spricht am Telefon in den Studios des Schweizer Fernsehens SRF, der Sammelzentrale der Glückskette. (Bild: Keystone/Michael Buholzer)

Am Solidaritätstag verzeichnete die Glückskette bis um 23 Uhr Spendenzusagen im Betrag von genau 51'547'615 Franken. Zu diesem Ergebnis kommen 31'105'788 Franken, die bereits vor dem nationalen Solidaritätstag gesammelt wurden, so dass sich die Gesamtsumme bis heute auf 82'653'403 Franken beläuft.

Zum Auftakt des nationalen Solidaritätstages hatte Bundespräsident Ignazio Cassis dazu aufgerufen, zusammenzustehen gegen den Krieg und die Opfer zu unterstützen. «Wie auch immer jede und jeder sein Mitgefühl ausdrücken will, mit Gesten, mit Haltungen oder mit Spenden: es zählt, es hilft, es hat Gewicht», wird Bundespräsident Cassis im Zusammenhang mit der Glückskette-Sammlung zitiert. «Es braucht jetzt spürbare Solidarität und spürbare Zeichen der Menschlichkeit.»

Am Solidaritätstag nahm die Glückskette neben dem Zentrum in Zürich in den Telefonzentralen in Genf, Lugano und Chur Spendenzusagen an. Die Swisscom stellte dafür die Gratis-Telefonnummer 0800 87 07 07 zur Verfügung. Jung und alt spendeten Geld, ganze Schulklassen beteiligten sich an der Sammelaktion.

Die Telefone in den Sammelzentralen nahmen etliche Persönlichkeiten entgegen. Darunter waren neben Cassis alt Bundesrätin Doris Leuthard, der frühere Fernsehmoderator Beni Turnheer oder die Musiker Pepe Lienhard und Philipp Fankhauser.

Radio SRF 3 verliess das Studio und sendete den ganzen Tag live aus einem mobilen Studio auf dem Bundesplatz. Am Abend ab 20.05 Uhr stand eine Spezialsendung von Fernsehen SRF live vom Bundesplatz auf dem Programm (persoenlich.com berichtete). Unterstützt wurde der Solidaritätstag vom Verein Privatradios pro Glückskette.

Vor einer Woche hatten 31 Privatradios bereits einen Sammeltag in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz durchgeführt. Damals kam rund eine Million Franken zusammen. (sda/cbe)



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Kommentare

  • Erich Heini, 09.03.2022 15:32 Uhr
    Das ist sehr erfreulich. Allerdings befürchte ich etwas, es gebe mit so viel Geld einen gewissen Stau bei der sinnvollen Verwendung. Deshalb habe ich dem direkt an der Grenze zur Ukraine sehr stark tätigen Malteser Orden Polens eine Spende überwiesen: Fundacja Pomoc Maltanska IBAN PL21 1140 2004 0000 37120947 7219 Bei den Anmerkungen sollte Folgendes festgehalten werden: Aid for refugees from Ukraine.
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