10.03.2026

House of Communication

«Dies ist die Superpower der Agentur»

Pablo Koerfer war bis vor einem Jahr bei Rod und Farner tätig. Nun übernimmt er die Führung von Serviceplan. Im Interview erklärt er, worauf er sich freut und was er während seinem Sabbatical festgestellt hat.
House of Communication: «Dies ist die Superpower der Agentur»
«Zusammen mit kreativen und intelligenten Spezialisten im Team an Kundenproblemen zu arbeiten, gibt mir Energie», so Pablo Koerfer, neuer CEO von Serviceplan.

Herr Koerfer, Gratulation zu Ihrem neuen Job als CEO von Serviceplan Schweiz (persoenlich.com berichtete). Was hat Sie bewogen, wieder ins operative Business zurückzukehren?
Danke Herr Ackeret. Seit ich vor knapp 25 Jahren bei DDB in London zum ersten Mal Agentur Luft geschnuppert habe, fasziniert mich diese Branche. Zusammen mit kreativen und intelligenten Spezialisten im Team an Kundenproblemen zu arbeiten, gibt mir Energie. Während eines Jahres habe ich etwas Vergleichbares gesucht und ich kann allen mitteilen, das gibt es nicht. Ausschlaggebend waren die Gespräche mit Nathalie Diethelm, dem CEO der Serviceplan Group, Florian Haller und Managing Director Markus Noder. Wir haben uns sofort verstanden und teilen ein gemeinsames Verständnis. Das schafft rasch Vertrauen. 

Sie waren geschäftsführender Partner bei Rod und später als Co-CEO bei Farner tätig. Was ist nun anders bei Serviceplan?
Die Agenturen sind unterschiedlich positioniert und aufgestellt. Ich gehe aber davon aus, dass meine Aufgaben als Geschäftsführer vergleichbar sein werden. Neu wird aber sicher die internationale Zusammenarbeit sein. Lokal verankert, aber wirklich global die gesamte Klaviatur spielen zu können, darauf freue ich mich.

«Serviceplan ist in Sachen Künstlicher Intelligenz mehr als future ready»

Welche Stärken sehen Sie bei der Agentur?
Die Fähigkeit, Creative, Media und Tech integriert zu denken, zu orchestrieren und wertschöpfend zusammenzubringen, beeindruckt mich besonders. Serviceplan beschreibt das mit dem Begriff Übercreativity, einer Innovation, die entsteht, wenn unterschiedliche Disziplinen, Kulturen, Talente, Medien und Technologien zusammenwirken. Dies ist die Superpower der Agentur. Zudem ist die Agentur dabei alle Arbeitsabläufe in den Bereichen Strategie, kreative Entwicklung, Content-Produktion und Media mit dem KI-Technologiepartner Luma AI vollständig in den Alltag integriert. Mit dem «House of AI» hat die Agentur einen digitalen Zwilling aufgebaut, der jeden Aspekt der gesamten Wertschöpfungskette abbildet. Serviceplan ist in Sachen Künstlicher Intelligenz mehr als future ready.

Wo findet die Abgrenzung zum House of Communication statt, das weiterhin von Nathalie Diethelm geleitet wird?
Ich sehe hier weniger Abgrenzung, sondern viel mehr Integration und Zusammenarbeit. Das House of Communication als Dach über den Agenturmarken Serviceplan (Creative), Mediaplus (Media) und Plan.Net (Tec) hilft uns, vollintegriert zu arbeiten. Zudem übernimmt das HOC alle zentralen Services, was effizient und entlastend ist.

Was ist Ihre genaue Aufgabe?
Mein Job ist es, zusammen mit den Kolleg:innen ökonomischen und kommunikativen Mehrwert für Kunden zu schaffen. Dazu braucht es ein starkes Team, eine wirkungsvolle Unternehmenskultur, einen gut organisierten Arbeitsalltag und qualitativ hochstehenden Output. All das sind Aufgaben, die wir gemeinsam angehen werden.

Welche Erwartungen sind an Ihre Tätigkeit gesetzt?
Kund:innen und Kolleg:innen glücklich und erfolgreich zu machen, Innovation voranzutreiben und damit Wachstum zu erzielen.

«Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn ich weniger Zeit auf Matten verbringe»

Was haben Sie in Ihrem Sabbatical-Jahr gemacht?
Viel Zeit mit Familie und Freunden verbracht. Viel Sport gemacht, ein bisschen gereist, die Garage entrümpelt und versucht auf Duolingo einen anständigen Streak hinzulegen.

Sie kämpfen aktiv an Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) Wettkämpfen und konnten schöne Erfolge verbuchen. Welchen Titel streben Sie in Zukunft noch an?
Der Cannes Löwe im BJJ ist sicher die Weltmeisterschaft in Las Vegas. Da hat es mir bisher für einen dritten Platz gereicht, aber Gold in meiner Altersklasse ist sicher der grosse Traum.

Kommen Sie überhaupt noch zum Trainieren?
Ich habe mir in den letzten 12 Monaten in Wettkämpfen und in Trainings den Brustmuskel gerissen, den Trizeps angerissen und musste den Meniskus operieren lassen. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn ich weniger Zeit auf Matten verbringe.


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