LVMH als Sponsor der Olympischen Spiele: eine neue Dimension für Product Placement
Ausgangslage für die Kampagne ist das olympische Reglement. Dieses verbietet Werbung in den Austragungsorten. So werden Sponsoren unsichtbar. Das wollte sich der französische Luxuskonzern LVMH – Besitzer von Marken wie Louis Vuitton und Dior – nicht gefallen lassen. Das Unternehmen hat eine «kreative Partnerschaft» mit den Organisatoren der Spiele abgeschlossen. Aus seinen Häusern stammen die Kleider der Künstler, die an der Eröffnungszeremonie teilgenommen haben, die Uniformen des französischen Teams und sogar die Medaillen.
«Dass jeder einzelne Aspekt der Olympischen Spiele in Paris von LVMH gestaltet wurde, ist nicht nur für jede Marke unerreichbar, sondern auch unglaublich selbstbewusst und nicht von dieser Welt», begründet Jason Romeyko die Wahl des Marketing-Coups in seiner Top 3.
Late Checkout x Ritz-Carlton: Ein Kurzfilm im Krimistil
Im Rahmen einer Partnerschaft hat das spanische Modelabel Late Checkout eine Kleiderkollektion für die Luxushotelkette Ritz-Carlton kreiert. Die Kampagne beinhaltet auch einen Kurzfilm im Stil einer Krimiserie aus den Achtzigerjahren. Die Hauptfigur – ein Hotelconcierge – wird über seinen Tagesablauf befragt. Dabei werden die Kollektionsstücke ins Storytelling integriert. Dazu gab es auch eine Social-Media-Kampagne.
«Ich liebe Ideen, die grösser sind als Spots. Viele Marken glauben, ihre Verbraucher zu kennen, aber mit diesem nicht überspringbaren Spot beweist Ritz-Carlton, dass sie ihre Kunden besser kennen als jeder andere», so Romeyko.
Minefields Honey: Ein Produkt macht auf ein grosses Problem der ukrainischen Landwirtschaft aufmerksam
Ein grosser Teil der landwirtschaftlichen Fläche der Ukraine kann wegen Minen nicht mehr bewirtschaftet werden. Personen können dort nicht arbeiten. Bienen aber schon. Die Agentur Saatchi & Saatchi Ukraine hat in Zusammenarbeit mit dem Agrokonzern Kernel und dem Aussenministerium der Ukraine den Minefields Honey umgesetzt. Drohnen haben Blumensamen auf die Minenfelder gestreut. Der resultierende Honig ist ein symbolisches Produkt, das die Aufmerksamkeit auf die Problematik lenken soll.
«Selbst aus den Schrecken des Krieges kann man Leben schaffen, deshalb liebe ich Minefields Honey. Darüber hinaus ist es ein soziales Unternehmen, das den Menschen hilft, die von dieser abscheulichen Krise betroffen sind», betont Romeyko.
Lesen Sie auch das Interview mit Jason Romeyko. Der Kreativchef sagt, warum der Blick ins Ausland für seine Arbeit wichtig ist.

