16.05.2019

Jung von Matt/Limmat

Forderung nach mehr Kreativität in der Schule

Am Berner Bildungstag hat Kreativchef Dennis Lück zu rund 6000 Lehrerinnen und Lehrern gesprochen.
Jung von Matt/Limmat: Forderung nach mehr Kreativität in der Schule
Dennis Lück, Chief Creative Officer von Jung von Matt/Limmat, engagiert sich seit mehreren Jahren im Bereich Kreativität im Bildungswesen. (Bilder: zVg.)

Am Berner Bildungstag 2019 vom Mittwoch sprach Dennis Lück, Chief Creative Officer von Jung von Matt/Limmat und «Werber des Jahres 2017», zu rund 6000 Lehrerinnen und Lehrern zum Thema Menschenverstand und darüber, was Kreativität für den Unterricht der Zukunft bedeutet. Lück rät, Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken als Schulfächer in den Stundenplan aufzunehmen, wie es in einer Mitteilung heisst.

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Kreativität ist der Treibstoff der Kommunikationsbranche und für Agenturen wie Kunden gleichermassen von Bedeutung – ohne Kreativität keine Innovation. Als Nummer 1 des Kreativrankings setze sich Jung von Matt/Limmat intensiv mit der Frage auseinander, wo Kreativität in Zukunft entstehe und wachse, heisst es weiter. Dabei sind nicht zuletzt das Bildungswesen und die Schulen zentraler Dreh- und Angelpunkt für die zukünftige Kreativgeneration und ihre Talente.

Dennis Lück, Chief Creative Officer von Jung von Matt/Limmat, engagiert sich seit mehreren Jahren im Bereich Kreativität im Bildungswesen, unter anderem im Rahmen seiner Kolumne in der «Neuen Zürcher Zeitung», durch Workshops mit Schulen, in Gesprächen mit Lehrern und als Beirat mehrerer Startups im Bereich Bildung. Am Berner Bildungstag 2019 sprach er darüber, wie kreatives Potential zukünftig Teil des Schulunterrichts werden kann.

Superfächer und Lerncoaching

Und was braucht es, damit dieses kreative Potential seine Wirkung entfaltet? Laut Lück zuerst mal die Vision, die kreativen Heldinnen und Helden der Zukunft zu erschaffen. Und zwar durch sechs neue Superfächer sowie einem neuen Coaching-Ansatz. In den Superfächern Kreativität, Inspiration, Zusammenhänge, Logik, Kollaboration und Kommunikation werden neue Fähigkeiten wie «multiple Lösungen», «Team-Spirit» und «digitale Ethik» unterrichtet, aber auch alle klassischen Schulfächer wie beispielsweise Biologie, Geschichte und Mathematik.

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Durch das Zusammenfassen von Fächern in übergeordneten Themen wird es möglich, der komplexen Realität der Gegenwart auch in der Schule gerecht zu werden. So liegt der Fokus des Schulfachs «Zusammenhänge», in dem unter anderem Biologie und Geschichte unterrichtet werden, darauf, eben diese Zusammenhänge in der Natur und der Geschichtsschreibung kennenzulernen und zu verstehen. Oder man lernt, wie Technologie und Mensch zusammenspielen oder wie sich Kultur und Religion gegenseitig beeinflussen. Man lernt, wie es in der Welt tatsächlich ist: Alles hängt zusammen.

Begleitet werden die Fächer durch ein Lerncoaching der Schülerinnen und Schüler. Heisst konkret: Potenziale erkennen, Persönlichkeiten entwickeln und gemeinsam Perspektiven erarbeiten. Dies wird ermöglicht, indem jeder Schüler einen direkten Lerncoach erhält. Der Coach – entweder der Lehrer oder eine speziell dafür einberufene Person – kümmert sich um die individuelle Weiterentwicklung. Genau das, wofür heute zu wenig Zeit vorhanden ist, aber unbedingt getan werden sollte.

Das Manifest

Lück beendete sein Referat mit einem Manifest und einer Lobeshymne für Lehrerinnen und Lehrer. Die öffentliche Erklärung zeigt: damit kreatives Potential ausgeschöpft wird und der Unterricht der Zukunft erfolgreich und konstruktiv umgesetzt werden kann, braucht es das Herzblut der Lehrpersonen, ihren Berufsstolz und ihre Freude an einer der wichtigsten Aufgabe in der Gesellschaft: die Kinder aufs Leben vorbereiten. (pd/cbe)



Hier kann das Referat von Dennis Lück heruntergeladen werden.

 



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