17.06.2026

Migros

Fussball-WM-Spot sorgt für Unmut

Die Romandie-Adaption der Migros-Kampagne von Wirz stolpert über den Röstigraben. Zwar ist vom kulturellen Fehltritt nur ein Wort betroffen – aber ein entscheidendes.

Am Montag stellte Wirz seine Fussball-WM-Kampagne für Migros vor (persoenlich.com berichtete). Darin sorgt das Verkaufspersonal des Detailhändlers für Stimmung. In einem Spot skandiert die Kassiererin den zu bezahlenden Preis, als wäre sie ein Fan im Stadion. «Driizäh – Siebzig», schreit sie und klatscht in die Hände.

Für die Romandie wurde der Satz mit «Treize – soixante-dix» übersetzt. Das Problem: «soixante-dix» sagen die Franzosen für «70». Die Romands sagen «septante». Über den Fauxpas berichtete als erstes das Portal Le Peuple. Das sei «eine Schande», finden einige Kommentare auf dem YouTube-Kanal von Migros. 

Der Detailhändler hat den heiklen Fehler anerkannt. «Wir verstehen die Reaktion und entschuldigen uns für diesen sprachlichen Fehler. In der Suisse romande haben Begriffe wie ‹septante› oder ‹nonante› eine identitätsstiftende Bedeutung», schreibt die Medienstelle auf Anfrage von persoenlich.com.

Die Tonspur wird angepasst

Der Fehler wird korrigiert. «Die Tonspur wird derzeit neu aufgenommen, sodass die korrigierte Version bereits bei der nächsten Ausstrahlung des Spots eingesetzt werden kann», heisst es weiter.

In der Romandie kommen misslungene Adaptionen aus Deutschschweizer Kampagnen regelmässig vor. Werber Michael Kamm spricht darüber in seiner Präsentation «Der Röstigraben der Werbung». Auch dieser Spot wurde auf Basis eines deutschsprachigen Originals erstellt. Die Übertragung ins Französische wurde mehrfach geprüft, auch durch muttersprachliche Romands, betont Migros. (spo)


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KOMMENTARE

Michael Kamm
25.06.2026 16:49 Uhr
Les erreurs d'adaptations linguistiques en Suisse de l'allemand en français arrivent encore souvent, mais quand cela confronte les Romands à des expressions de leur grand voisin français, alors ça nous titille fortement! Mais quand j'explique en Suisse romande que le phénomène arrive aussi en Suisse allemande avec des finesses en dialecte, comme le dernier cas de "Leibli oder Liibli", ils tombent des nues! Au final, on est un peu les mêmes, au-délà du Röstigraben.
Adrian Schaffner
19.06.2026 14:27 Uhr
Das erinnert doch etwas an die «gebratenen Schweizer» in der französischen und italienischen Übersetzung der Bratbutter-Verpackung der Migros.. «Beurre à rotir suisse» und «Burro per arrostire svizzeri» waren schon ziemlich cool.
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