17.08.2026

Klexx

KI-Bilder schützen die Rechte der Kinder

Für die neue Hundebisspräventionskampagne des Kantons Zürich hat das Veterinäramt mit KI-generierten Fotos gearbeitet. «Hunden sicher begegnen» wird seit Montag im Kanton Zürich ausgerollt. Die Kampagne richtet sich erstmals mit einem eigenständigen Auftritt an Kinder und Familien.

Vorgestellt hatte das Veterinäramt die Kampagne bereits am vergangenen Freitag an einem Medienanlass, an dem Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli und Kantonstierarzt Lukas Perler auftraten. Hundeinstruktorinnen und Hundeinstruktoren zeigten dort anhand konkreter Alltagssituationen, wie Kinder und Erwachsene Hunden sicher begegnen können.

Den Kinder- und Familienbereich der Kampagne hat das Veterinäramt gemeinsam mit der Agentur Klexx aus Thalwil neu konzipiert. Die auf Kinder- und Familienkommunikation spezialisierte Agentur aus dem Umfeld des Hug-Verlags wird seit Anfang Jahr von Petar Dakovic geführt (persoenlich.com berichtete). Ziel sei es gewesen, fachliche Inhalte verständlich und kindergerecht aufzubereiten und konsequent auf die Bedürfnisse der Anspruchsgruppe auszurichten, heisst es in der Mitteilung der Agentur.

Entstanden ist laut Klexx eine integrierte Kampagne mit Plakaten, einem Erklärfilm, einem Kinospot, E-Panels, einer Familienbroschüre, diversen Unterrichts- und Kursunterlagen sowie Give-aways. Ergänzt werde sie durch Inhalte auf der kantonalen Website, die das kommunikative Konzept und das neue Look & Feel aufgreifen. Der Kanton nennt zusätzlich ein Malbuch. «Wer Kinder und Familien erreichen will, muss ihre Lebenswelten verstehen. Erst daraus entsteht Kommunikation, die Orientierung gibt und Wirkung entfaltet», lässt sich Dakovic in der Mitteilung zitieren.

Die Kampagne «Hunden sicher begegnen» zeigt KI-generierte Personenbilder. Damit würden die Persönlichkeitsrechte von realen Kindern geschützt, schreibt das Veterinäramt.

Im Zentrum stehen neun Verhaltensregeln für typische Alltagssituationen. Sie betreffen laut der Kampagnenseite auf zh.ch unter anderem den Fall, dass ein Hund auf ein Kind zurennt, dass ein Hund frisst oder dass jemand an einem angebundenen Tier vorbeigehen will. «Die Verantwortung, dass Hunde niemanden belästigen, erschrecken oder gar verletzen, liegt einzig und allein bei den Hundehaltern. Aber jede und jeder kann etwas tun, um sein persönliches Risiko, von einem Hund gebissen zu werden, zu minimieren. Neun einfache Regeln können die persönliche Sicherheit erhöhen. Diese Botschaft tragen wir mit der Kampagne in die Öffentlichkeit», erklärt Jutta Lang, Kommunikationsverantwortliche des Veterinäramts, in der Mitteilung.

Den Anlass für die Kampagne liefert die Statistik: Im Kanton Zürich sind über 70'000 Hunde registriert, 2025 wurden dem Veterinäramt rund 860 Beissvorfälle mit Menschen gemeldet. Besonders gefährdet sind laut Mitteilung Kinder, da sie aufgrund ihrer Körpergrösse häufiger Verletzungen im Kopf- und Gesichtsbereich erleiden. Präventionskurse in Kindergärten und der Unterstufe führt das Veterinäramt gestützt auf das kantonale Hundegesetz bereits seit 2010 durch; allein 2025 waren es 295 Kurse mit rund 5900 Kindern. Mit der neuen Kampagne werden diese Inhalte nun der gesamten Zürcher Bevölkerung zugänglich gemacht. (pd/nil)

Credits

Verantwortlich beim Veterinäramt Kanton Zürich: Lukas Perler (Kantonstierarzt), Peter Rogger (Abteilungsleiter Tierschutz), Jutta Lang (Kommunikationsverantwortliche, Projektleiterin), Edith Bändli, Alessandra Staufer; verantwortlich bei Klexx: Petar Dakovic (Managing Director), Isabel Jakob (Creative Direction), Sabine Liechti (Senior Projektleiterin), Andrea Lacher (Grafik & Art Direction), Gregor Forster (Illustration Hund); weitere Partner: MotionInn (Erklärfilm).


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