26.02.2026

World Wide Werbung

Mehr «halbernster Trash» gewünscht

Tipps für die Kommunikation mit der Mutter, Hochschwangere trinken aus Aludosen und ein Trick für den Erhalt von Irish Pubs: Cedric Fuchs, Senior Art Director bei Publicis Zürich, hat drei internationale Cases ausgewählt und merkt, dass die «dümmsten Ideen die besten Lösungen sein können».
World Wide Werbung: Mehr «halbernster Trash» gewünscht

Das macht Claude anders

Das Thema wird aktuell in der Welt des digitalen Marketings heiss diskutiert: Werbung auf KI-Plattformen. Damit könnte sich ein grosses Spielfeld für Werbeauftraggeber öffnen. Für die Attraktivität der Plattformen ist es aber heikel. So liess Claude AI von Anthropic wissen, dass Werbung nicht integriert wird. Ein Seitenhieb gegen Konkurrent OpenAI, der angekündigt hat, Werbeanzeigen zu testen (persoenlich.com berichtete).

«Werbung einer KI-Plattform wirbt gegen Werbung auf KI-Plattformen. Ohne KI zu verwenden. I like. Der einzige Superbowl Ad, an den ich mich erinnere bis jetzt», so Cedric Fuchs von Publicis Zürich. Die Kampagne stammt von Mother London.

Was Schwangere trinken

Mit ihrem Marketing zieht die Mineralwassermarke Liquid Death viel Aufmerksamkeit auf sich. In dieser Werbung, die inhouse entwickelt wurde, trinken hochschwangere Frauen in Pubs aus Aludosen und Fässern. Die Bildsprache soll provokativ an eine Bierwerbung erinnern.



«Liquid Death findet immer wieder neue Wege, um ihr überteuertes Dosenwasser in die Presse und in meine TVC INSPO Youtube Playlist zu kommen. Manchmal vergessen wir, dass nicht jeder Case die Welt retten muss», bemerkt Fuchs. «Die dümmsten Ideen können durchaus die besten Lösungen sein. Ich wünsche mir persönlich mehr halbernsten Trash in der Schweizer Werbewelt, auch wenn wir mit diesem Humor nicht alle abholen.»

Für den Erhalt der Pubkultur

Pubs sind nicht aus Irland wegzudenken. Nichtsdestotrotz befinden sie sich oft in schwierigen finanziellen Situationen. Heineken und Publicis Dublin mit LePub Milan haben sich eine kreative Lösung einfallen lassen. Indem Pubs zu Museen werden, werden sie geschützt.

Cedric Fuchs: «Irish Pubs sind ein wichtiger Teil der irischen Kultur und Geschichte. Und doch kämpfen gerade viele Pubs um ihr Überleben. Die ‹PubMuseums›-Initiative von Heineken Irland fand ein smartes Schlupfloch: Historische Irish Pubs werden offiziell als Museen registriert und fallen somit für weitere 100 Jahre unter Denkmalschutz. Ein Case mit echtem Einfluss. Der Case ist bereits zweijährig, gehört aber bis heute noch zu meinen persönlichen Favoriten.»


In der Rubrik «World Wide Werbung» präsentiert persoenlich.com in Zusammenarbeit mit der Publicis Groupe hervorragende internationale Cases. 


Newsletter wird abonniert...

Newsletter abonnieren

Wollen Sie Artikel wie diesen in Ihrer Mailbox? Erhalten Sie frühmorgens die relevantesten Branchennews in kompakter Form.

Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.