12.09.2019

Die Antwort

Mit neun Patienten-Geschichten Nähe schaffen

Beatrice und ihr bösartiger Brustkrebs, Nikolas und sein Nabelbruch oder Claudio und sein Velounfall: In der Kampagne «Mis Züri. Mis Spital.» erzählen Menschen von ihrer Behandlung in den Stadtspitälern Waid und Triemli. Die Spots sollten bewusst in die Tiefe gehen, so die Agentur.
Die Antwort: Mit neun Patienten-Geschichten Nähe schaffen
Erzählt im Spot von seiner Narkose nach einem Nabelbruch: Der achtjährige Nikolas. (Bild: Still.)
von Michèle Widmer

Die beiden Zürcher Stadtspitäler Waid und Triemli bilden seit der Zusammenführung Anfang dieses Jahres ein grosses Zentrumsspital. Mit der Kampagne «Mis Züri. Mis Spital.» soll die Zürcher Stadtbevölkerung nun über diesen Zusammenschluss und die Kernkompetenzen der Spitäler informiert werden. Verantwortlich dafür ist die Agentur Die Antwort, welche sich im Pitch-Verfahren durchgesetzt hat und nun in einer Mitteilung die erste Arbeit für das Stadtspital vorstellt.

Der Auftritt soll auf «empathische Weise die Nähe des Stadtspitals Waid und Triemli zu ihren Patientinnen und Patienten widerspiegeln», schreibt Die Antwort dazu. In neun Kurzfilmen erzählen Patientinnen und Patienten von ihren Erlebnissen. Die Geschichten repräsentieren laut der Agentur jeweils eine Kernkompetenz des Stadtspitals Waid und Triemli und verdeutlichen deren oberstes Ziel, eine hochstehende medizinische Behandlung für alle Menschen.

In den Spots zu hören sind die individuellen Erfahrungen von Lisa, Leo, Beatrice, Nicolas, Remo, Patrik, Beat, Carmen und Claudio. Während die 31-jährige Lisa von ihrer Geburt im Triemli erzählt, schwärmt der 57-jährige Claudio von der Betreuung nach seinem Velounfall mit Unterschenkelfaktur. Mit zittriger Stimme spricht die 60-jährige Beatrice im Spot über Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung nach der Diagnose von bösartigem Brustkrebs. Die Protagonisten seien mit der Kommunikationsabteilung des Stadtspitals gesucht worden, sagt Reto Dürrenberger, Stratege und Partner von Die Antwort, auf Anfrage von persoenlich.com.

«Wir wollten eine Kampagne realisieren, die in die Tiefe geht. Und weil die besten Botschafter eines Unternehmens die Kunden sind, haben wir diese direkt und ehrlich zu Wort kommen lassen», erklärt er weiter. Die Spots wurden während des Fotoshootings für die Plakate realisiert, so Dürrenberger weiter. Ziel sei gewesen, diese sehr unprätentiös und ehrlich umzusetzen. Sie sollten auf keinen Fall als klassische Werbung daherkommen. Zwei Tage haben die Agentur sowie die Produktionsfirma Morpheus Media für den Dreh der Spots aufgewendet.

Die Antwort hat im Zuge des crossmedialen Gesamtauftrittes neben den Kurzfilmen auch Display Ads, Plakate, Anzeigen und Mailings entwickelt.

Während die Patienten-Geschichten alles rosig erscheinen lassen, war die Realität für Triemli und Waid in finanzieller Sicht lange harzig. Tiefrote Zahlen über Jahre haben die beiden Stadtspitäler zum Zusammenschluss gezwungen. Das Triemli schrieb 2018 wieder Gewinn, das Waid präsentierte erneut ein Defizit.

Wie viel Geld die Stadtspitäler für die Kampagne ausgegeben haben, darf die Agentur nicht kommunizieren. «Der Zürcher Gemeinderat hat für 2019 ein Budget von einer halben Million für eine Charmoffensive der Stadtspitäler gesprochen», sagt Myriam Fluehmann, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Stadtspital Waid und Triemli, auf Anfrage. Konkret beinhalte diese Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Teil davon werde für die aktuelle Kampagne, welche noch bis Ende Jahr laufe, ausgegeben.

Die Kampagne ist seit August im Grossraum Zürich on air. Die Resonanz sei, das könne man jetzt schon sagen, «unglaublich positiv», heisst es bei Die Antwort.



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