Der Verband Schweizer Presse hatte 2005 die dritte Image-Offensive für die Gattung Print gestartet. Als Abschluss und Höhepunkt fand eine Publikumsjurierung statt, die das Siegersujet erkürte. Anlässlich der diesjährigen Dreikönigstagung konnte die Werbeagentur Favo Basel die Trophäe für ihr Sujet "Ein Inserat sehen auch die wenigen Menschen, die keine Zeitung/Zeitschrift lesen entgegen nehmen.
Seit drei Jahren wirbt der Verband Schweizer Presse für die Einzigartigkeit von Anzeigen. Namhafte Schweizer Werbeagenturen wurden eingeladen, um das Thema "Das kann nur ein Inserat" in Form einer Anzeige kreativ umzusetzen. Neben der Favo Werbeagentur nahmen folgende Agenturen am Wettbewerb teil:
Blue Spirit Communications Schlieren, Burson-Marsteller Bern, Grendene, Ogilvy + Mather Zürich, Grey Worldwide Zürich/Genf, JWT+Hostettler+ Fabrikant Zürich, Lesch + Frei Zürich, Metzgerlehner Worldwide Partners Erlenbach, Pucci, Sulzer Zürich, Saatchi & Saatchi Simko Genf, TBWA/Switzerland Küsnacht und Zogg.Kettiger.Gasser Zürich.
Der Basler Agentur ging es dabei um eine Umsetzung, die nicht nur witzig und intelligent ist, sondern in seiner Aussage dem Betrachter auch einen einzigartigen Mehrwert aufzeigt. Wer kennt nicht den Blick über die Schulter eines Mitreisenden in seine Zeitung? Das Mitlesen aller um die Zeitung Sitzenden im öffentlichen Raum ist für den Leser selbst vielleicht etwas unerfreulich. Für den Auftraggeber der Anzeige aber nicht. Ungewollt erreicht er mehr Betrachter als er sich hat träumen lassen.
Dass die Botschaft der Anzeige verstanden und als intelligent umgesetzt eingestuft wurde, hat die Publikumsjury mit ihrem Votum bestätigt. Die Beteiligung 2005 mit knapp 25'000 Stimmen insgesamt war gegenüber dem Vorjahr um 8'000 grösser: zwei Drittel gingen per Anzeigencoupons ein, ein Drittel übers Internet. Am meisten Stimmen, nämlich 4'087, erhielt die Agentur Favo. So geht dieses Jahr die begehrte Trophäe an die Werber am Rheinknie.
Auftraggeber: Verband Schweizer Presse; verantwortlich bei Favo, Basel: Hinrik Wachsmuth (CD), Pascal Rehmann (AD), Judith Stoletzky (Text), Tom Schaich (Beratung), Daniel Infanger (Foto).

