Im Hinblick auf einen befürchteten Energiemangel im Winter hat der Bundesrat vor rund zwei Wochen eine Sparkampagne gestartet. Mit einfachen Tipps soll die Bevölkerung zum freiwilligen Energiesparen motiviert werden (persoenlich.com berichtete). Es dauerte nicht lange, bis in den sozialen Medien ein Fake-Plakat auftauchte. Dieses ist geziert mit dem Logo des Bundes, zeigt eine Telefonnummer des Uvek und fordert auf, Personen zu denunzieren, die ihre Wohnung zu stark beheizen.
Beim Bundesamt für Polizei (Fedpol) seien wegen der missbräuchlichen Nutzung des Bundeswappens Anzeigen eingegangen, berichtet Radiotelevisione Svizzera (RSI). Das Bild des Fake-Plakats sei eine Montage aus zwei Stock-Bildern. Die Fälschung sei zuerst auf russischen Kanälen geteilt worden.
Courtesy of an OSINT buddy who did the work on this - The Swiss “snitch on your neighbour for 200 francs” poster is a fake. Stock photos, no other pics of the poster, no link to an official site. pic.twitter.com/iH9l8wKSCk
— Katherine Denkinson (@KDenkWrites) September 12, 2022
Das Uvek warnt auf der Website vor der Falschmeldung: «Der Bund hat mit diesem Aufruf nichts zu tun und distanziert sich in aller Form davon. Das Logo und die Telefonnummer des Bundes auf der Darstellung sind missbräuchlich verwendet worden. Weder gibt es solche Plakate des Bundes noch entsprechende Aufrufe, es handelt sich offensichtlich um eine Manipulation.» Der Bund habe Abklärungen zu diesem Missbrauch eingeleitet. (cbe)

