15.09.2022

Energie sparen

Untersuchung wegen Fake-Kampagne

In den sozialen Medien kursiert ein gefälschtes Plakat. Das Bundesamt für Polizei geht der Sache nach.

Im Hinblick auf einen befürchteten Energiemangel im Winter hat der Bundesrat vor rund zwei Wochen eine Sparkampagne gestartet. Mit einfachen Tipps soll die Bevölkerung zum freiwilligen Energiesparen motiviert werden (persoenlich.com berichtete). Es dauerte nicht lange, bis in den sozialen Medien ein Fake-Plakat auftauchte. Dieses ist geziert mit dem Logo des Bundes, zeigt eine Telefonnummer des Uvek und fordert auf, Personen zu denunzieren, die ihre Wohnung zu stark beheizen.


Beim Bundesamt für Polizei (Fedpol) seien wegen der missbräuchlichen Nutzung des Bundeswappens Anzeigen eingegangen, berichtet Radiotelevisione Svizzera (RSI). Das Bild des Fake-Plakats sei eine Montage aus zwei Stock-Bildern. Die Fälschung sei zuerst auf russischen Kanälen geteilt worden.


Das Uvek warnt auf der Website vor der Falschmeldung: «Der Bund hat mit diesem Aufruf nichts zu tun und distanziert sich in aller Form davon. Das Logo und die Telefonnummer des Bundes auf der Darstellung sind missbräuchlich verwendet worden. Weder gibt es solche Plakate des Bundes noch entsprechende Aufrufe, es handelt sich offensichtlich um eine Manipulation.» Der Bund habe Abklärungen zu diesem Missbrauch eingeleitet. (cbe)


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