Der Schweizer Werbemarkt verzeichnete im letzten Jahr bei den Bruttozahlen einen Rückgang von 14 Prozent und ebenfalls die ersten Monate im neuen Jahr waren rückläufig, wie es in einer Mitteilung vom Montagabend heisst.
Der SWA stellte seine Services von analog auf digital um. Dabei sei es möglich geworden mit neuen Webinar-Angeboten ein weitaus grösseres Publikum öfters zu erreichen als dies bisher mit Workshops möglich gewesen sei. «Die praxisbezogenen Webinare waren bei den Mitgliedern sehr gefragt und verzeichneten teilweise weit über hundert Teilnehmer. Ebenfalls gut besucht waren die digitalen Treffen der sechs SWA-Fachgruppen zu Marketing, Media, Digital, Sponsoring, Regulation und der Groupe Romand», schreibt die SWA weiter.
Auf das traditionelle Jahresmeeting und weitere physische Events musste der SWA im letzten Jahr verzichten. Nun hofft der Verband das Spitzentreffen zum Thema «Mensch oder Maschine: künstliche Intelligenz in Marketing und Kommunikation» am 9. September nachholen zu können.
Im letzten Jahr sind dem SWA acht werbetreibende Unternehmen beigetreten: BLS, DeinDeal, Haar-Shop.ch, Hager Elektronik, Melitta, Publicare, Scout 24 und die WIR Bank. Dieses Wachstum bei den Mitgliedern setzt sich im neuen Jahr fort. Mit Schweiz Tourismus, Schulthess Maschinen, Samsung Electronics Switzerland und Digitec Galaxus sind bereits vier weitere Mitglieder zum SWA gestossen.
Damit sind inzwischen über 200 werbetreibende Unternehmen im SWA organisiert. Diese Unternehmen und Marken tätigen etwa 75 Prozent aller Schweizer Werbeausgaben. Die Stimme der Werbeauftraggeber hat damit noch mehr Gewicht im Werbemarkt erhalten und der SWA ist für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet.
Neben der Interessensvertretung und den Services für seine Mitglieder verfolgt der Verband im laufenden Jahr zwei Schwerpunkte: Mehr Transparenz entlang der digitalen Wertschöpfungskette sowie mehr Werbefreiheit und weniger staatliche Regulation. Bei der digitalen Wertschöpfungskette geht es vor allem darum, die lancierte Transparenz-Initiative fortzusetzen. Dazu wurde im Februar mit den beiden Partner-Verbänden (IAB Switzerland und Leading Swiss Agencies) der neue Verein «Digital Ad Trust Switzerland» gegründet.
Der SWA erwartet hier in diesem Jahr zahlreiche Fortschritte und plant weitere Initiativen. Mit Blick auf die Regulationen im Werbemarkt stellt der SWA fest, dass nach wie vor viele Gesetze und Verordnungen die kommerzielle Kommunikation beeinträchtigen. Hier gilt es, mit einer starken Stimme den Druck und die Lobbyarbeit zu verstärken. Werbeverbote, wie in der Tabakbranche gilt es zu bekämpfen, umso mehr die Gefahr besteht, dass diese auf zucker-, fett- und salzhaltige Produkte ausgeweitet werden. Gerade in diesen Zeiten sollte die Politik der Wirtschaft vermehrt entgegenkommen und die zahlreichen Regeln und Vorschriften für Werbetreibenden etwas «wirtschaftsfreundlicher» gestalten. (pd/lol)


