20.12.2018

Wirz

Wenn der Winter zu warm für den Wollpulli wird

Die Agentur hat für den WWF Schweiz gemeinsam mit Designer Julian Zigerli einen augenfälligen Appell gegen den Klimawandel entwickelt: den «Last Sweater».
Wirz: Wenn der Winter zu warm für den Wollpulli wird
Die Sujets auf dem Strickpullover sollen verdeutlichen: Wollen wir weiterhin Wolle tragen, müssen wir schleunigst damit aufhören, das Klima zu erwärmen. (Bild: zVg.)

Der vergangene Hitzesommer in Europa hat verdeutlicht, wovor Forscher seit Jahren eindringlich warnen: Das Klima unserer Erde erwärmt sich rasant. Die Folgen werden einschneidend sein – sofern nicht bald etwas unternommen wird. Doch wie macht man junge Leute auf diese Thematik aufmerksam? Wirz hat gemeinsam mit dem Zürcher Modedesigner Julian Zigerli eine modische Antwort auf diese Frage gefunden, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. Entstanden ist der «Last Sweater» – ein Weihnachtspullover, der in grellen Farben den Klimawandel illustriert.

ZIGERLI_Fotograf Stephan Schacher_Julian Zigerli

«Der Klimawandel betrifft uns alle. Und ständig bekommen wir es gesagt. Doch passiert ist bislang nicht viel. Mit dem ‹Last Sweater› bringen wir nun die Kunst und das Modedesign ins Spiel», sagt Jan Schlink, Leiter Marketing-Kommunikation beim WWF. «Die Kampagne dreht sich voll und ganz um den Pulli», ergänzt Livio Dainese, Co-CEO und Kreativchef von Wirz. Das Kleidungsstück sei Content- und Statement-Piece in einem. Wer ihn trage, merke schnell: «Kalt lässt er niemanden», so Dainese.

WWF_Last Sweater_gelb Kopie

«Thank you for warming», heisst es auf dem Strickwerk aus reiner Bio-Merinowolle, während Eisbären vor lauter Hitze ihr Fell ablegen, Plastikflaschen sich zu vermeintlichen Schneekristallen formieren, Smileys dahinschmelzen und Wassermassen sich zu Tsunamis aufbäumen. Sujets, die sagen: Wenn wir weiterhin einen Wollpullover tragen wollen, müssen wir schleunigst damit aufhören, das Klima zu erwärmen.

Um die Botschaft zu verbreiten, interviewte das Content- und PR-Team Wirz Storyline in Spitzbergen Klimazeugen und fand anschliessend Testimonals, die Bilder von sich im Sweater in den sozialen Medien verbreiteten. Gleichzeitig wurden auch alle Käuferinnen und Käufer des «Last Sweaters» angehalten, sich im Pulli abzulichten und einen Post mit dem Hashtag #lastsweater abzusetzen.

Unterstützt wird die weltweite Kampagne unter anderem von den Musikern Lo & Leduc und Sophie Hunger, Freeski-Olympiasiegerin Sarah Höfflin, dem Influencer Gabirano oder dem Topmodel Tamy Glauser. Auch international hat der Pullover prominente Unterstützung gefunden: Regisseur Marc Forster, der Schauspieler Alan Cumming, Grizzly-Bear-Frontmann Ed Droste oder die deutschen Hitparadenstürmer AnnenMayKantereit wollen dafür sorgen, dass der «Last Sweater» nicht der letzte seiner Art sein wird.

LastSweater_Testimonials3

Das bunte Strickwerk schaffte es am 3. Dezember sogar in den Nationalrat. Regula Rytz, Präsidentin der Grünen Partei Schweiz, trug den «Last Sweater» bei der Klimadebatte zur Revision des CO2-Gesetzes.

Alle Einnahmen aus dem Verkauf des Wollpullovers fliessen direkt in WWF-Projekte gegen den Klimawandel. Die Aktion dauert den gesamten Winter an.

Verantwortlich beim WWF Schweiz: Jan Schlink (Leiter Marketing-Kommunikation), Jasmin Schmid (Projektleiterin Marketing), Philip Gehri (Corporate Communication), Nadja von Burg, Fiametta Kym, Lisa Bounoure (Social Media), Stefanie Brenner (Web), Gabi Wild, Patricia Letemplé (Webshop); verantwortlich bei Wirz: Adrian Schräder, Niels Schäfer, Samuel Christ, Dominique Magnusson, Thomas Kurzmeyer, Naomi Gulla, Antonia Sturzeis, Tiffany Gagia, Julia Röthlisberger, Erasmo Palomba, Bettina Faessler, Cosima Lang, Nora Pfund, Michèle Roten, Tim Lieberherr, Mario Müller, Désirée Guzzo, Rino Frei, Livio Dainese. Fotografie und Film: Stephan Schacher; Editing: Südlich-t; Sounddesign: Tonstudio Z; Design: Julian Zigerli. (pd/as)



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