18.11.2021

21. Wirtschaftsforum

600 Gäste kommen hoch hinaus

Das diesjährige Wirtschaftsforum fand erstmals im neuen Stadtquartier am Flughafen Zürich statt.
21. Wirtschaftsforum: 600 Gäste kommen hoch hinaus
Gab Einblicke in seine Expeditionen: Extrembergsteiger Dani Arnold. (Bilder: andremauer.ch)

600 Gäste kamen zum 21. Wirtschaftsforum der FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung. Sie genossen laut einer Mitteilung «eindrückliche Referate in einer modernen Location»: Das diesjährige Wirtschaftsforum fand erstmals im Circle Convention Center statt.

Keynote Speaker war der Extrembergsteiger Dani Arnold: Er erzählte mit eindrücklichen Bildern und Videos über seine bisherigen Erfolge, Rekorde und Herausforderungen während seiner Touren und Abenteuer. Arnold gelang es, immer auch unterhaltende Elemente in seinen Vortrag einzubauen.

Das Bergsteigen – Expeditionen, Felsklettern, Eisklettern in den verschiedensten Ländern der Erde – ist Arnolds Leidenschaft. «Es lohnt sich, für das Erreichen seiner Träume ein Risiko einzugehen», sagte er. Mit dieser Einstellung, grossem Willen und dem technischen Können war es ihm möglich, alpine Meilensteine zu setzen. Die Kombination von Schnelligkeit und Schwierigkeit versucht er in seinen Projekten zu verbinden. Einige Meilensteine seiner Karriere: Speedrekorde in Eiger- und Matterhorn-Nordwand, Erstbegehungen in Patagonien, Alaska, Pakistan und China. Besonders stolz ist er auf seine gekletterten Routen in Schottland, «The Hurting» und «Anubis», das Anspruchsvollste, was es gibt.

Soloklettern – ohne Hilfsmittel wie Seil – sei eine brutal ehrliche Art des Bergsteigens. Der Erfolg hängt einzig vom eigenen Können ab. «Es gibt keine Ausreden.» Dani Arnold sprach von kalkuliertem Risiko. Unüberlegt Wagnisse einzugehen sei Dummheit. Der Vater von einer Tochter will weiterhin nicht auf Soloklettern verzichten, allerdings lässt er sich auf solche Abenteuer seltener ein. Auch verwies er in seiner Keynote auf den grossen Aufwand seiner Expeditionen. Viele Vorbereitungen müssen immer wieder abgebrochen und Pläne aufgeschoben werden.

Bedeutung des Flughafens Zürich

Als Referenten traten am Wirtschaftsforum ebenfalls auf: Stephan Widrig, CEO Flughafen Zürich, Patrick Frost, Group CEO Swiss Life, und Gian-Luca Bona, CEO Empa.

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Stephan Widrig erklärte, dass sich die Situation im internationalen Flugverkehr normalisiere. Im Oktober 2021 sind 1’613’866 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht zwar einem Plus von 244 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres, jedoch immer noch einem Minus von 43,8 Prozent gegenüber Oktober 2019. Es zahle sich aus, dass sich die Flughafen Zürich AG mit weiteren Einnahmequellen breiter abstütze. Dafür steht das vor einem Jahr offiziell eröffnete The Circle, das Airport Shopping sowie das Airside Center inklusive Gates.

Patrick Frost versuchte den Anschein zu zerstreuen, dass Swiss Life Group ein Immobilien-Riese sei. Nur gerade ein Prozent des Immobilienvermögens in der Schweiz entfalle auf Swiss Life (früher Rentenanstalt). Genau gleich wie die Flughafen Zürich AG seien auch für Swiss Life die Mieterträge interessant. «An steigenden Immobilienpreise haben wir überhaupt kein Interesse», so Frost. Swiss Life ist zu 49 Prozent am The Circle beteiligt; die Flughafen Zürich AG mit 51 Prozent.

Innovation als Herausforderung

Gian-Luca Bona zeigte aufgrund der Daten des Forschungslabors auf dem Jungfraujoch auf, wie genau die Luftqualität gemessen werden kann. Mit datengestützte vorausschauende Regelung im Gebäude könnten zudem jährlich rund 25 Prozent Heiz- oder Kälte-Energie gespart werden. Das Ziel seien geschlossene Kreisläufe für Energie, Wasser, Material, Technologie, Nahrung und Information. Die Kernkompetenzen der Empa beruhen auf Energiesystem, Baumaterialien, auf dem System von Katalyse, Dünnfilmtechnologie, Advanced Manufacturing, Technologie-Bewertung sowie auf Künstliche Intelligenz, Big Data und Digitale Zwillinge.

Nach der Begrüssung durch André Ingold, Präsident der FRZ und der Stadt Dübendorf, moderierte FRZ-Geschäftsführer Christoph Lang durch den Abend. Er durfte unter anderem die Videos der Event-Premiumpartner ABB, UBS und Swiss Life ansagen. Klassik Nuevo sorgte für musikalische Farbtupfer, Fleurop für die floristischen Höhepunkte. Vorgängig wurden die softwaregestützten Matchmaking «meet & match», welche den Besuchenden mit ihren Zielgruppen in 1:1-Gesprächen ermöglichten, stark nachgefragt. Über 200 Gespräche fanden statt.

Das jährliche Wirtschaftsforum ist laut eigenen Angaben «der Top-Netzwerkanlass der Region» mit jeweils rund 600 Besucherinnen und Besuchern. Hier treffen sich branchenübergreifende Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. (pd/cbe)



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