23.01.2026

APG|SGA

Aktionäre erlauben der NZZ, ihren Anteil zu erhöhen

Die Aktionäre der Aussenwerbefirma haben an einer ausserordentlichen Generalversammlung am Freitag einer Statutenänderung zugestimmt. Damit kann die NZZ ihren Anteil am Unternehmen von 25 auf 45 Prozent erhöhen, ohne ein Übernahmeangebot vorlegen zu müssen.

Der Antrag der NZZ auf Einführung einer sogenannten Opting-up-Klausel wurde mit 2'079'950 Ja-Stimmen gegen 319'613 Nein-Stimmen bei 4939 Enthaltungen angenommen. Auch die erforderliche Zustimmung der Minderheitsaktionäre wurde erreicht: 420'013 Ja-Stimmen standen 319'613 Nein-Stimmen gegenüber. Das steht in einer Medienmitteilung.

Statutenänderung ermöglicht Beteiligungsaufbau

Die neue Statutenbestimmung befreit die NZZ von der Pflicht, ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre zu unterbreiten, wenn sie die gesetzliche Grenze von 33,3 Prozent der Stimmrechte überschreitet. Diese Befreiung gilt jedoch nur bis zu einem Schwellenwert von 49 Prozent und ausschliesslich für den geplanten Erwerb von Aktienpaketen von JCDecaux SE und Pargesa Asset Management SA.

Die NZZ hatte die Einberufung der ausserordentlichen Generalversammlung am 11. Dezember 2025 beantragt (persoenlich.com berichtete). Die Einführung der Opting-up-Klausel war Voraussetzung für den Vollzug der beiden Aktienkäufe, mit denen die NZZ ihre Beteiligung um 20 Prozentpunkte ausbauen will.

Verwaltungsrat empfahl Zustimmung

Der Verwaltungsrat von APG SGA hatte sich in einer Stellungnahme für die Annahme des Antrags ausgesprochen. Die Übernahmekommission hatte die Gültigkeit der Opting-up-Bestimmung bereits am 11. Dezember 2025 unter bestimmten Bedingungen bestätigt.

Die NZZ rechnet mit dem Abschluss der Transaktionen im zweiten Quartal 2026, vorbehaltlich kartellrechtlicher Freigaben. (pd/nil)


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