Frau Ming, am 30. September startet erstmals die «Business Innovation Week Switzerland». Sie als Initiantin und bekannt als langjährige Veranstalterin der Schweizer Marketingmesse SuisseEmex und des Digital Summit sprechen von einem «Big Bang». Was hat der Besucher Neues zu erwarten?
Die Schweiz ist ein attraktiver Innovationshub für Unternehmen und Start‐ups – es braucht aber noch mehr. Der Turbo-Gang muss eingeschaltet werden! Es ist mir ein tiefes Anliegen, dass ich Menschen aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenbringe, damit sie mit wertvollen Impulsen ihre Zukunft und die der Schweiz gestalten wollen und können. Mit der «Business Innovation Week» machen wir die Zukunft erlebbar und Schweizer Innovationen sichtbar. Wir schaffen somit eine neue Wissens‐ und Netzwerkplattform für Schweizer Unternehmer, Zukunftsgestalter und Gründer – unabhängig der Branche und Hierarchie. Einen einzigartigen Raum für Inspiration für die rasant um sich greifende Digitalisierung. Unser Claim «Lizenz für neues Denken und Handeln» prägt das BIW‐Programm mit einer ganzen Reihe von Produktpremieren, steht für Kreativität und Innovation, Zukunftsdialog und Nachhaltigkeit. Und wir bieten ein fulminantes Speaker-line-up mit über 300 Referenten, Ausstellern & erlebnisreichen Programmpunkten.
Sie bespielen an Ihrer Veranstaltung mehrere Örtlichkeiten in Zürich Oerlikon. Welche Herausforderungen stellen sich dabei?
Unser Zukunftsevent für Innovation ist im Festivalstyle konzipiert, verteilt auf verschiedene Orte. Dies kennt man schon aus der Entertainmentwelt. Wir interpretieren das jetzt neu – auch für die Unternehmenswelt. In der Konzeption und Planung ist das sicherlich eine Herausforderung, aber der Multi-Location-Ansatz ist für uns der USP und macht sozusagen die DNA der Veranstaltung aus: stetige Bewegung, Veränderung, Überraschung, Disruption, wachrütteln, Denkanstösse geben, Live Experience, Handlungsperspektiven aufzeigen – darum geht es bei der BIW. Das Standortkonzept steht für Erlebnis, Begegnung und Wissen: Wir bieten die Future Conference im StageOne, Live Experiences in der Halle 622, Academy-Angebote im MfO- und im Noerd Haus der Kreativen und lehrreiche Stippvisiten in Unternehmen. Das sorgt für einen nachhaltigen Erlebnischarakter – in Locations, die nah beieinander liegen und die Besucher bewegt.
Was werden die High-Lights der Business Innovation Week sein?
Es wird fulminant und an jeder Ecke gibt es Highlights. Unser neuer Wirtschaftsanlass am pulsierenden Werkplatz Zürich Oerlikon ist ein inspirierender, interaktiver Erlebnisraum für unternehmensrelevante Themen und Trends, für Entwicklung und Wandel. Im Fokus stehen: Organisation & Mensch, Digitalisierung, New Work, Trends und neueste Technologien für die moderne Arbeitswelt – ganz praxisnah und verständlich umgesetzt. Die Teilnehmer erleben in der ersten Oktoberwoche Welt‐ & Europa-Premieren aus der humanoiden Robotics, Gesichtserkennung, 5G‐Anwendungen von Salt und Nokia, künstliche Intelligenz, Cyber‐Security, Best Practice und Innovationskultur. Einfach eine geballte Ladung an Wissen, Praxis und Anwendungen, die unsere Besucherinnen und Besucher nicht nur inspirieren, sondern auch gleich zum Umsetzen motivieren sollen, mit dem Ziel sich als Zukunftsgestalterinnen zu sehen.
Wer tritt auf?
Die Liste Themenschwerpunkte und Keynote-Speaker hat es in sich: Futurist Gerd Leonhard, Wirtschaftsphilosoph Anders Indset oder Microsoft-Schweiz-CEO Marianne Janik sind nur drei Highlights aus dem Programm von 300 Keynotes und Vorträgen. Dazu top Moderatorinnen und Moderatoren und Koryphäen an Experten. Ich hoffe, dass die Teilnehmer das Potential und die Chance erkennen, der Schweizer Wirtschaft relevante Impulse zurück zu geben, ein neues Wirtschaften zu ermöglichen und ansteckend zu wirken auf jegliche Player auf dem Markt. Dies Interaktion, neue Kontakte und Reflektion sollten für jeden sein persönliches Highlight bedeuten, da man wirklich etwas bewegen kann!
Früher war Ihre Veranstaltung in der Messe Zürich. Welche Vorteile ergeben sich durch die neuen Hallen am Werkplatz Oerlikon?
Im 2018 war es Zeit für eine neue Mission und ein neues Eventformat mit Platz für Co-Creation. Ich selbst habe mich transformiert zur Gastgeberin für Menschen, die neues Denken und Handeln nicht scheuen. Ich nehme eine aktivere Rolle ein, um nicht nur Plattform zu sein, sondern als Gastgeberin Menschen zu relevanten Zukunftsthemen zum Austausch einzuladen. Die ungewöhnliche Infrastruktur, der urbane Werkplatz-Charakter und die Hallen-Konstellation in Zürich Oerlikon passen perfekt zu unserem Konzept und Vision.
Welche weiteren Vorteile hat das?
Uns liegt auch die Einbindung örtlichen Unternehmen am Herzen. ABB prägt diesen Ort. Firmen wie Credit Suisse, Freitag, Aroma oder libs, die Spezialisten für industrielle Berufslehren, öffnen ihre Türen und gewähren uns einen Einblick in ihre Umsetzung von Smart-, New- und Co-Working. Die BIW wird den Werkplatz nicht für 3 Tage beleben, sondern wir steigen ein in ein lebendiges, bestehendes Set-up und inszenieren dies mit unserem Gedankengut für neue Impulse - mit zusätzlich vielen Austausch- und Reflexionsformaten, um Zukunftsfragen vertiefter zu diskutieren.
Wieviel Leute erwarten Sie bei der erstmaligen Austragung der Business Innovation Week?
Wir bieten während der BIW Produkt-Premieren und -Demonstrationen, an die 300 Keynotes und Vorträge, 100 Events mit Live Experiences, eine Retailtour und spannende Firmenbesichtigungen. Wir haben also echt etwas für jede Hierarchie-Stufe zu bieten und erwarten 500 Teilnehmende pro Tag bei der Future-Conference und 3000 für die Live Experiences und in der Academy. Ich hoffe auch, dass Firmen die Business Innovation Week gleich für einen Betriebsausflug und Teambuilding-Anlass ansehen und nach Zürich-Oerlikon anreisen.
Was steht für Sie als Organisatorin kurz vor der Eventwoche noch an?
Was aus der SuisseEmex-Messezeit geblieben ist, ist die Passion, Menschen zusammenzubringen, die der Zukunft mit offenen Augen, agilem Geist, gutem Bauchgefühl und solidem Wissen entgegenschreiten. Wir haben mit der BIW ein neues, wirklich anderes Event- & Kongresskonzept und bieten eine geballte Ladung Programm und Wissen. Das gut zu kommunizieren und zu organisieren, ist jetzt zentral. Dazu kommt, den kreativen roten Faden zu legen und die Dramaturgie und Programmsystematik für diese Erlebnis- und Inspirationswelt zu bauen. Besonders freue ich mich auf die «Fliege Erika», eine künstlerische Metapher für innovatives Denken und Disruption. Das inszenieren wir für die Business Innovation Week mit dem New Work Pioneer Florian Wieser und den Konzeptkünstlern Frank und Patrik Riklin. Last but not least alle Inhalte stetig zu aktualisieren und die neue App zu launchen, die alle Teilnehmer miteinander verbindet.
*Das Interview wurde schriftlich geführt.

