Der Handyhersteller Motorola hat eine Technologie entwickelt, mit der SMS nach Schlüsselwörtern analysiert werden können. Passt ein Begriff, kann entsprechende Werbung auf das Handy des Users geladen werden. Mit anderen Worten: Kommt beispielsweise das Wort Hunger oder Essen vor, erhält der Nutzer Restaurant- oder Supermarktwerbung auf das Mobiltelefon.
Von Seiten des Datenschutzes ist die neue Technologie umstritten. Entscheidend sei laut Datenschutz aber, ob der Kunde dem Einblick in seine Daten auch ausdrücklich zugestimmt hat und, ob die angebotenen Mehrwertdienste für den Betroffenen auch tatsächlich einen Nutzen bringen.
Motorola ist sich über die Bedenken der Datenschützer im Klaren und verspricht, ein Opt-in-Modell anzuwenden, bei dem vorab die ausdrückliche Zustimmung der Benutzer eingeholt werden muss, wenn persönliche Nachrichten und Gespräche analysiert werden sollen. In weiterer Folge wird darüber nachgedacht, jene Kunden, die dem Verfahren zustimmen, mit einem Preisnachlass zu belohnen.
Die Werbung per Mobiltelefon wird langfristig als lukrativer Markt eingeschätzt. Vor allem, weil das Handy ein sehr persönliches Gerät ist. Dieses erlaubt es individuell sehr genau zugeschnittene Werbung. (pte)

