Die Werbevermarkterin Goldbach führt die Goldbach Audience AG und die Goldbach Media AG zusammen. Die Aktionäre beider Gesellschaften hätten entschieden, sie in einer gemeinsamen Vermarktungseinheit neu aufzustellen, teilte Goldbach am Dienstag mit.
Als Hintergrund nennt die TX-Tochter zwei Entwicklungen: Werbekunden und Agenturen würden Kampagnen zunehmend über Mediengattungen hinweg planen und erwarteten einfache, integrierte Zugänge zu Reichweiten und Werbeinventaren. Zudem näherten sich im Bewegtbild lineares Fernsehen, Streaming, Online-Video und On-Demand-Angebote in Nutzung, Planung und Vermarktung immer stärker an.
Die neue Organisation soll die Kompetenzen beider Geschäftsbereiche bündeln und einen zentralen Zugang zu Bewegtbildinventar schaffen. Werbekunden und Agenturen sollen Kampagnen künftig einfacher medien- und plattformübergreifend planen und buchen können. Angebote, Technologie und Prozesse würden entsprechend ausgerichtet, Doppelspurigkeiten abgebaut und Abläufe vereinfacht.
Bis zu 35 Kündigungen möglich
Im Zuge der Neuausrichtung ist ein Stellenabbau vorgesehen. Aktuell werde mit bis zu 35 Kündigungen beziehungsweise Änderungskündigungen gerechnet, so Goldbach. Die Gesellschaften Goldbach Media AG und Goldbach Audience AG hätten ein Konsultationsverfahren eingeleitet, um Möglichkeiten zur Vermeidung oder Reduktion von Kündigungen sowie zur Milderung der Folgen zu prüfen. Die genannte Zahl bilde die Obergrenze und könne sich im weiteren Verlauf noch verringern. Betroffene Mitarbeitende würden durch einen freiwilligen Sozialplan unterstützt.
Mit der Zusammenführung schaffe man eine Organisation, die den veränderten Bedürfnissen von Kunden, Agenturen und Partnern entspreche und einen einfachen, integrierten Zugang zu Bewegtbild ermögliche, wird Christoph Marty, CEO der Goldbach Group, zitiert. Die personellen Auswirkungen bedauere man; das Konsultationsverfahren werde verantwortungsvoll begleitet und alle Vorschläge sorgfältig geprüft, so Marty. Die definitive Ausgestaltung der neuen Organisation und die weiteren Schritte erfolgen laut Mitteilung nach Abschluss des Konsultationsverfahrens.
Bereits Ende 2025 hatte Goldbach eine Restrukturierung vollzogen. 55 Personen mussten das Unternehmen verlassen (persoenlich.com berichtete). Auch Ende 2024 wurden 20 Stellen gestrichen. (pd/spo)

