Die Kartoffel hat in den unterschiedlichen Dialekten unseres Landes viele Namen: «Häärpfel», «Gumel», «Häppere», «Äppiire», «Tartuffel», «Häbeli» undsoweiter. Wie aber klänge eine Wortkreation, auf die sich die ganze Schweiz einigen könnte? Zum Beispiel «Pohmel» oder «Baunzle».
Obwohl die Popularität des Knollengemüses kaum Grenzen kennt, findet sich überraschenderweise kein einheitlicher Begriff, der sich in der Schweiz über alle Dialekte hinweg etabliert hätte, heisst es in einer Medienmitteilung von Swisspatat.
Dieser Umstand hat Swisspatat und Jung von Matt Limmat dazu inspiriert, gemeinsam mit dem Schweizerischen Idiotikon und mit Unterstützung von KI (ChatGPT) neue Namen für die Kartoffel zu entwickeln und diese der Schweizer Bevölkerung zur Abstimmung vorzulegen. Die Abstimmung findet vom 26. bis zum 30. August auf der Website www.kartoffel.ch und den Social-Media-Kanälen von Swisspatat statt.
Dieser Abstimmung voraus gingen Strassenbefragungen in den verschiedensten Regionen der Schweiz, woraus eine Sammlung von heute noch verwendeten Mundartbegriffen für die Kartoffel entstand, die für die Entwicklung neuer Namen als Datenbasis diente.
Parallel dazu hat das Schweizerische Idiotikon mithilfe von Mundartwörterbüchern und den Kenntnissen dialektaler Strukturen weitere Begriffe geschaffen. Kartoffelfans sind nun angehalten, ihren Favoriten zu küren. Zur Auswahl stehen «Pohmel» und «Baunzle».
Die Suche von Swisspatat nach einem helvetischen Überbegriff für die Kartoffel soll nicht die vielfältigen regionalen Verwendungen ersetzen, sondern vielmehr die Wichtigkeit der hiesigen Kartoffelproduktion betonen. (pd/nil)

