08.10.2021

Junge Grafik

Aus 300 Einsendungen 30 Projekte prämiert

Am Samstag sind die ersten Gewinnerinnen und Gewinner des erstmals vergebenen Förderpreises gekürt worden.
Junge Grafik: Aus 300 Einsendungen 30 Projekte prämiert
Das sind die Gewinner des erstmals verliehenen Junge-Grafik-Förderpreises. (Bild: zVg)

Über zwei Jahre Vorbereitung investierten die Vorstandsmitglieder des Vereins Junge Grafik in diesen Moment. «Es ist super zu sehen, wie nun alles zusammenkommt. Die Gewinner und Gewinnerinnen werden gefeiert, können hier vor Ort wichtige Leute aus der Grafikbranche kennenlernen und sich mit ihnen vernetzen. Auf diesen Moment haben wir hingearbeitet», lässt sich die Co-Projektverantwortliche Loana Boppart in einer Mitteilung zitieren.

Der Förderpreis für junge Grafiktalente in Ausbildung sei «einzigartig in der Schweiz». Die Konzeptentwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildungsinstitutionen und Berufsverbänden, welche das Projekt von Beginn an unterstützten. Besonders erfreulich gemäss Mitteilung: Dem Call for Entries folgten sowohl Lernende aus der Berufsbildung als auch Studierende in einem Fachhochschulstudium und sämtlichen Bildungsinstitutionen in allen Sprachregionen der Schweiz. Damit ermögliche Junge Grafik einen Einblick in die Zukunft der Schweizer Grafik, heisst es in der Mitteilung des Vereins. «Schweizer Grafik gehört zum Weltkulturerbe», so Boppart weiter, «entsprechend freut es uns, dass dieses vom Nachwuchs mit ebenso grosser Begeisterung weitergetragen wird.» 

Aus den über 300 Einreichungen aus allen Landesteilen der Schweiz wählte eine neunköpfige Jury aus renommierten Schweizer Grafikschaffenden Ende August 30 Gewinnerarbeiten aus. Das hohe Niveau habe es den Jurymitglieder nicht leicht gemacht. Jury­-Verantwortliche Meret Fischli lässt sich wie folgt zitieren: «An Schweizer Schulen entstehen herausragende Arbeiten – diese Vermutung war ja der Grund für unseren Förderpreis. Die Einsendungen haben die Vermutung bestätigt und unsere Erwartungen definitiv übertroffen.»

Insgesamt 300 Gäste fanden sich am Samstag im Luzerner Neubad an der Award Night ein, um die Gewinnerarbeiten – und die Menschen dahinter – zu feiern. Moderatorin Monika Schärer habe locker und viersprachig durch den Abend geführt. Nebst einem Goodie Bag mit diversen Fachartikeln der zahlreichen Sponsoren erhielten die Gewinner und Gewinnerinnen auch einen kleinen Geldbetrag. Zudem stehen ihre Arbeiten im Zentrum der ersten Junge-Grafik-Publikation, die an der Award Night veröffentlicht wurde und ab sofort auf der Website von Junge Grafik gekauft werden kann.

Die Gewinnerarbeiten reisen weiter

Mit der gelungenen Preisverleihung sei aber die erste Ausgabe von Junge Grafik noch lange nicht Geschichte, wie es weiter heisst. Denn sie war erst der Startschuss für eine Wanderausstellung: Bis zum 17. Oktober sind die Gewinnerarbeiten im Rahmen des Weltformat Graphic Design Festivals in Luzern zu sehen, anschliessend wird die Ausstellung in Ausbildungsstätten in Zürich, Sierre und Genf Halt machen.

Trotz Wanderausstellung dürfte es in den kommenden Monaten erstmal etwas ruhiger werden. Nina Ruppen, verantwortlich für Medien und Ausstellung bei Junge Grafik, sagt: «Da der Wettbewerb zweijährlich ausgetragen wird, bleibt uns eine kurze Verschnaufpause. Aber ich freue mich jetzt schon auf die zweite Runde im 2023 – und die vielen neuen Arbeiten und Gesichter, die wir dadurch kennenlernen werden.»

Die Übersicht der Gewinner findet sich hier. (pd/tim)



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