21 der insgesamt 500 Schweizer Forstunternehmen sind mit dem FSC- und dem Q-Label ausgezeichnet worden. Die zwei Holzlabels stehen für eine nachhaltige Waldwirtschaft mit umweltgerechter Produktion. Die ausgezeichneten Unternehmungen hätten bewiesen, dass ihre Tätigkeit hohen ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen genüge, sagte Andrea Semadeni, stellvertretender Forstdirektor im Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) am Dienstag vor den Medien. Die Übergabe der Zertifizierungen fand in Fislisbach AG statt.
Das FSC-Label (Forest Stewardship Council) steht für Holz, das umwelt- und sozialgerecht produziert wird. Darüber hinaus nimmt es auch Bezug auf den internationalen Schutz der Wälder. Das Q-Label dokumentiert die umweltfreundliche Produktion und Verarbeitung und garantiert die Schweizer Herkunft. Übergeben wurden die Labels vom Verband Schweizerischer Forstunternehmungen (VSFU) und vom BUWAL.
Signalwirkung für ander Holz-Betriebe
Wichtig für das BUWAL sei die Signalwirkung, die das Projekt auf weitere holzverarbeitende Betriebe haben werde, sagte Semadeni. Sägereien, Zimmereien, Schreinereien und weitere Betriebe könnten einerseits die Erfahrung für eigene Zertifizierungsbestrebungen nutzen. Andererseits könnten sie vom erhöhten Angebot an zertifiziertem Schweizer Holz profitieren.
Für Pius Wiss, Präsident des Verbandes Schweizerischer Forstunternehmungen (VSFU), entstehen mit der Auszeichnung kleine, aber wichtige Marktnischen. Die auf Holzernte und Holzhandel spezialisierten Unternehmen seien dadurch in der Lage, einen Schweizer Hersteller von Span- und Faserplatten mit zertifiziertem Holz zu beliefern.
Lichtblick für Schweizer Holzwirtschaft
Aber auch zahlreiche in- und ausländische Sägewerke und Papierfabriken könnten mit Holz aus umweltgerechter Produktion beliefert werden. In Österreich, Frankreich und weiten Teilen Deutschlands würde noch kein FSC-Holz angeboten, sagte Wiss. Dies sei für die stark von der Bauwirtschaft abhängige Schweizer Holzwirtschaft ein Lichtblick.

