24.05.2004

Automarken werden nur mehr bedingt weiterempfohlen

Die Hälfte der deutschen Autofahrer empfehlen "ihre" Automarke weiter. Ein Fünftel ist aber mit der von ihnen beim Kauf gewählten Marken inzwischen so unzufrieden, dass es aktiv vom Kauf abrät und wechseln würde. Der bereinigte Anteil der Befragten, die ihre Marke tatsächlich weiterempfehlen, liegt damit bei knapp 30 Prozent. Dies geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte vor, die jetzt vorliegt. An der Spitze der Marken-Rangliste steht Audi.
Automarken werden nur mehr bedingt weiterempfohlen

Laut Studie hemmt die Unsicherheit hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem Bestand des eigenen Arbeitsplatzes auch die Autonachfrage. 87 Prozent der befragten Studienteilnehmer planen deshalb in den nächsten sechs Monaten kein neues Auto zu kaufen. Trotz des veralteten Fahrzeugbestands und obwohl die Industrie noch nie so viele Produktneuheiten auf den Markt gebracht hat wie heute, ist die gefühlte Unsicherheit der Verbraucher so hoch, dass nur eine sehr geringe Kaufbereitschaft vorhanden ist.

Auffallend ist, dass 40 Prozent der Frauen ihrem Fahrzeug unkritischer gegenüber stehen und es gern weiter empfehlen. 18- bis 34-jährige Männer sind dagegen besonders kritisch. Mit steigendem Alter nimmt die Weiterempfehlungsrate wieder zu.

Audi an der Spitze

Die deutschen Premium-Marken erreichen in der Untersuchung überdurchschnittliche Loyalitätswerte. Audi steht an der Spitze der Marken-Rangliste, gefolgt von Mercedes-Benz und BMW. Im Volumensegment kann sich die Marke VW deutlich von ihren Mitbewerbern absetzen.

Auch auf die Frage nach der Loyalität zum Modell liegen die Premium-Marken vorne. Audi erhält -- wie schon bei der Marke -- die meisten Nennungen. Auf dem zweiten Platz folgen gemeinsam BMW und Mercedes-Benz. Ford und Opel bilden die Schlusslichter für die Autofans.

Die Studie wertete auch die Einstellung der Befragten zu deren Autohäusern aus. Hier überholt Mercedes Audi. Audi kann in dieser Rubrik seine Bestwerte auf Marken- und Modellebene nicht halten und fällt in der Autohausbewertung zurück.

Zur Messung der Preissensibilität deutscher Autokäufer ging Deloitte auf folgende Frage ein: Wie viel billiger müsste ein Auto sein, damit Sie zu einer anderen Marke wechseln würden? Ergebnis: Dabei stellt sich heraus, dass ein Viertel der Kaufinteressenten bereits bei einem Preisunterschied von 1500 Euro wechseln würde.

Die Studie


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