Coop baut laut der neuen BrandAsset Valuator 2026 seine Stärke im Detailhandel weiter aus, während Migros an Strahlkraft verliert. Im aktuellen Markenranking liegt Coop auf Platz zwei, Migros auf Platz vier. Während die Coop Supercard an Attraktivität gewinnt, verliert die Cumulus-Karte im Kontext der schwächeren Gesamtmarke an Relevanz – ein Zeichen dafür, dass Loyalitätsprogramme nur dann nachhaltig funktionieren, wenn die Hauptmarke als Ganzes überzeugt, wie es in einer Mitteilung heisst.
Nach dem Ende der Credit Suisse füllen Raiffeisen und die Kantonalbanken die entstandene Lücke. Ihre Nähe zur Bevölkerung und ihre wahrgenommene Stabilität zahlen direkt auf die Markenstärke ein – besonders in unsicheren Zeiten wird regionale Verankerung zum strategischen Vorteil.
Rega steht exemplarisch für den neuen Trend: Konsumentinnen und Konsumenten suchen Sicherheit und Verlässlichkeit statt lauter Differenzierung. Auch Ricola und SBB profitieren als Symbole für Kontinuität und nationale Identität.
«Die Zeiten der lauten, disruptiven Marken sind vorerst vorbei. Die Schweizer Bevölkerung sehnt sich nach Stabilität, und das belohnt sie nun bei der Wahl ihrer Marken», wird Swen Morath, CEO bei Ingo Zürich, in der Mitteilung zitiert. «Unsere Daten zeigen klar: Wer jetzt Vertrauen und Verlässlichkeit ausstrahlt, gewinnt. Das Nachsehen haben jene, die ihr Profil über Jahre vernachlässigt haben, wie es sich jetzt bei der Migros zeigt.»
Der BrandAsset Valuator 2026, durchgeführt von Ogilvy Switzerland, Ingo Zürich und Scholz & Friends Schweiz, ist laut eigenen Angaben die grösste Markenstudie des Landes. Sie befragte 9600 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz zwischen dem 3. Oktober und 14. November 2025. (pd/cbe)
Credits
Verantwortlich bei Ogilvy Switzerland: Matthias Müller (CSO), Martin Keller (CEO); verantwortlich bei Ingo Zürich: Galina Helbling (Strategy Director), Swen Morath (CEO); verantwortlich bei Scholz & Friends Schweiz: Elena Mokulys (Strategy Director), Mathias Rösch (CEO).


