25.07.2018

Nielsen Consumers 2018 Schweiz

Detailhandel verzeichnet höhere Werbeausgaben

Der Detailhandel in der Schweiz ist 2017 leicht gewachsen. Die Konsumenten gehen häufiger einkaufen, während die durchschnittlichen Ausgaben von rund 41 Franken pro Einkauf stabil bleiben. Die Werbeausgaben wachsen markant.
Nielsen Consumers 2018 Schweiz: Detailhandel verzeichnet höhere Werbeausgaben
Die Schweizer kaufen nicht mehr, sondern häufiger ein. (Bild: Keystone)

Der Detailhandel in der Schweiz wächst leicht: 33 Milliarden Schweizer Franken gaben die Konsumenten im Jahr 2017 für ihre Einkäufe aus. Dabei gingen die Konsumenten wieder öfter einkaufen: Insgesamt 139 Mal im Jahr begab sich ein durchschnittlicher Haushalt auf einen Einkaufstrip verglichen mit 136 Mal im Vorjahr. Im Durchschnitt landeten dabei Produkte des täglichen Bedarfs im Wert von rund 41 Schweizer Franken im Einkaufswagen. Das ist das Ergebnis der Studie «Nielsen Consumers 2018 Schweiz» von Nielsen, die zum zweiten Mal veröffentlicht wird. Die Studie liefert Basisinformationen zu Verbrauchern, Handel und Werbeausgaben. Basis sind Nielsen Haushaltspanel- und Handelspanel-Daten sowie eine Reihe von Nielsen-Studien.

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Schweizer sind vorausplanende, qualitätsbewusste «Schnäppchenjäger»

Drei Viertel der Konsumenten planen ihren Einkauf im Voraus, dennoch neigen 60 Prozent der Befragten auch zu Spontankäufen im Geschäft. Knapp 64 Prozent besuchen gerne gut organisierte Geschäfte mit einem angenehmen Ambiente.

Nach wie vor ist die Suche nach Sonderangeboten beliebt. 63 Prozent der Konsumenten bevorzugen spezielle Angebote bei der Deckung des täglichen Bedarfs. Die Preise von Eigenmarken und Marken vergleichen 57 Prozent. 2017 kauften die Befragten mehr Eigenmarken als im Vergleich zum Vorjahr.

Auch gesund und qualitativ hochstehend sollen die Produkte sein: 57 Prozent der Konsumenten legen grossen Wert auf gesunde Produkte, während Qualität für 55 Prozent der Konsumenten wichtig ist. Mehr als die Hälfte der Konsumenten ist auch bereit, für gute Qualität tiefer in die Tasche zu greifen. «Obwohl die Qualität für die Konsumenten immer mehr in den Fokus gestellt wird, nimmt auch die Preissensibilität weiter zu. Mittlerweile geben 52 Prozent der Schweizer Konsumenten an, die Preise der Produkte des täglichen Bedarfs zu kennen», wird Dominik Stocker, Commercial Director bei Nielsen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

Gewinner und Verlierer im Handel

Der Detailhandel in der Schweiz erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von knapp 33 Milliarden Schweizer Franken. Dies ist ein leichtes Plus von etwa einem Prozent. Die seit Jahren rückläufige Anzahl der Geschäfte reduzierte sich weiter auf rund 6650 Geschäfte.

Den Umsatz steigern konnten erneut die kleinen Supermärkte (+3,1 Prozent), Superettes (+2,7 Prozent) und Harddiscounter (+4 Prozent). Kaum verändert haben sich die Umsätze der Traditional Grocers (+0,3 Prozent) und der grossen Supermärkte (+0,4 Prozent). Die Hypermärkte hingegen mussten leichte Umsatzeinbussen hinnehmen (-1,4 Prozent).

Mehr Ausgaben für Werbung

Die Brutto-Werbeaufwendungen beliefen sich 2017 auf 6 Milliarden Schweizer Franken. Das ist ein Anstieg von über 11 Prozent. Die Printmedien und TV erreichten dabei die höchsten Spendings, knapp gefolgt vom Internet. «Jedoch zeigt das Internet das grösste Wachstum auf, was Media Spendings anbelangt. Die Ausgaben für Internetwerbung haben sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt», so Dominik Stocker. (pd/as)




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