13.11.2022

Katar 2022

Die Fussball-WM wird zum Werbe-Flop

Nächsten Sonntag beginnt die Fussball-Weltmeisterschaft in Katar, doch die Vorfreude hält sich in Grenzen – auch bei den Firmen, die sonst bei Grossanlässen für Millionen Franken Werbung schalten.
Katar 2022: Die Fussball-WM wird zum Werbe-Flop
«Katar 2022»: Für viele Firmen ist das Umfeld bei der diesjährigen Fussball-Weltmeisterschaft zu toxisch. (Bild: Keystone/AP Photo/Hassan Ammar)

Migros und Coop zum Beispiel haben nur wenig ins Marketing investiert. «Aufgrund der kontroversen Diskussionen» verhalte man sich «zurückhaltender», heisst es bei Coop. Auch die Credit Suisse, seit 30 Jahren Hauptsponsor der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, wird keine eigene WM-Kampagne schalten. Das schreibt die SonntagsZeitung.

Bei der letzten WM inszenierte sich die Bank noch mit TV-Werbespots vor allen Partien der Nati, Kundenanlässen, Promotionen in den Filialen oder aufwendigen Filmen in den sozialen Medien mit Stars wie Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka. Die WM in Katar ist für Firmen wie die Credit Suisse oder auch Coca-Cola, die sich bei Themen wie Klima, Homosexualität und Frauenrechte fortschrittlich zeigen wollen, ein Imagerisiko.

Ebenfalls ein Problem ist der Zeitpunkt des Grossanlasses. In die vier Wochen der WM fallen der Black Friday und das Vorweihnachtsgeschäft. «Viele unserer Kunden stehen vor der Entscheidung, ob sie nun für Weihnachten oder die WM Werbung schalten sollen», heisst es bei den Mediaagenturen.

Auch in Ländern wie Grossbritannien, Deutschland und Frankreich werden die Werbebudgets tiefer ausfallen. (pd/cbe)



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Kommentare

  • Martin Eggenberger, 18.11.2022 14:38 Uhr
    Dafür findet die WM zum 1. Mail in der Sommerzeit der Südhalbkugel statt. Da nicht gerade wenig Teams aus dem Süden stammen, ist das wahrscheinlich auf der Südhalbkugel gar nicht mal so unwillkommen. Wir Nördler sind nicht alleinseligmachend!
  • Peter Eberhard, 14.11.2022 11:21 Uhr
    Gut so. Wer sich vor einigen Tagen die SRF-Dok und gestern abend die WDR-Dok "WM der Schande" angeschaut hat, kann nur noch k.... Kommt dazu, dass wir TV-Zuschauer via Zwangsmediensteuer zur Finanzierung des grössten FIFA-Einnahmenpostens "Übertragungsrechte" beitragen.
  • Hannelore Hoenig, 14.11.2022 09:21 Uhr
    Ausgerechnet die Credit Suisse distanziert sich für die WM 2022, obwohl sie zu wievielt Prozent einem katarischen Staatsfond gehört? Doppelzüngige ehemalige Schweizer Bank.
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