Dicke Post für zwei Mitglieder der Bastelcommunity Dawanda: Wegen der Verwendung von stilisierten Katzenpfoten auf ihren hausgemachten Bastelwaren, die online zum Verkauf angeboten werden, sollen die Frauen nun um die 900 Euro an den Hersteller zahlen. Der Grund: Jack Wolfskin habe das Markenrecht am Tatzenlogo. Und dies schliesst offenbar nicht nur die Wolfspfote, sondern auch die Abbildung von Tiertatzen jeglicher Art ein.
Schon Anfang Oktober hatte Wolfskin die Website auf demrUser selbstgefertigte Waren zum Verkauf anbieten, aufgefordert, sämtliche mit einer Tatze versehenen Produkte von der Plattform zu entfernen. Anderenfalls würde der Betreiber rechtlich belangt. Die Dawanda-Mitglieder sind jedoch nicht die ersten, die Kontakt mit den Anwälten des Herstellers hatten: Neben mehreren Internet-Shopbetreibern war auch die "Tageszeitung" bereits in einen Rechtsstreit mit Wolfskin verwickelt.
Dies hatte zur Folge hatte, dass der Verlag sein Logo nun nicht mehr auf Produkten anwenden darf, die zum Kerngeschäft des Outdoorherstellers gehören. Mittlerweile hat sich im Netz bereits grosse Empörung breit gemacht: Hunderte von Kommentaren und ausgiebige Berichterstattung auf allen Werbeblogs des Landes haben dafür gesorgt, dass das harte Vorgehen der Outdoor-Marke bereits in aller Munde ist. (horiz.)

