15 analoge und digitale Siegerarbeiten wurden am Donnerstagabend mit dem Swiss Out of Home Award in Gold, Silber und Bronze geehrt. Zusätzlich hat die Kampagne «Japanische Grafik heute» vom Museum für Gestaltung Zürich den Hauptpreis «Campaign of the Year» erhalten. Der Swiss Out of Home Award ist ein Kreativwettbewerb für analoge, digitale und innovative Aussenwerbung in der Schweiz.
Als Direktor des Museums für Gestaltung konnte sich Jurypräsident Christian Brändle besonders über die Auszeichnung freuen. Ein Interessenkonflikt gab es nicht, betont er auf Anfrage. «Als Jurypräsident ist es meine alleinige Aufgabe, die Jury zu moderieren und durch den Jurierungstag zu führen. Ich stimme nicht ab. Für die Jurymitglieder gilt, dass sie nicht über Arbeiten abstimmen, an denen sie in irgendeiner Weise beteiligt waren.»
Insgesamt wurden 154 Arbeiten eingereicht, von denen 27 von der Jury nominiert wurden. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen des Branchenevents WOOHW! statt, welcher durch den Verband Aussenwerbung Schweiz (AWS) organisiert und durch APG|SGA, Goldbach Neo und Horizon getragen wird.
Eine Fachjury mit 14 Persönlichkeiten aus Werbung, Kultur und Design hat am Donnerstag im Rahmen der WOOHW!-Award-Night in der StageOne Event & Convention Hall Zürich die insgesamt 15 Siegerkampagnen des «Swiss Out of Home Award» prämiert.
Gold haben folgende Kampagnen gewonnen: Solidar Suisse mit der Image-Kampagne «Ungleichheit» (Kategorie «Public Service»), Denner mit «Spar dir den Rest.» (Kategorie «Commercial National»), Hiltl mit der «Muttertagskampagne» (Kategorie «Commercial Local & Regional») und EWZ mit der «Energiekampagne 2025» (Kategorie «Digital Out of Home»). Das Museum für Gestaltung Zürich holt mit «Japanische Grafik heute» sowohl Gold in der Kategorie «Culture» als auch den Hauptpreis «Campaign of the Year».
Vor der Preisverleihung fand die WOOHW-Konferenz zu den Themen Haltung, Vertrauen und Aufmerksamkeit statt. Ex-SRF-Moderatorin Bigna Silberschmidt, die durch den Abend führte, begrüsste über 300 Gäste aus der ganzen Schweiz in allen Landessprachen, bevor es auf der Bühne hauptsächlich auf Schweizerdeutsch weiterging.
Der deutsche Markensoziologe Oliver Errichiello führte in seiner Keynote auf, welche Probleme Marken haben können, die in ihrem Marketing auf Haltung und Sinnhaftigkeit setzen. Nicht zuletzt werde es damit immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu erzielen, da «alle die Welt retten wollen».
Für ihren Vortrag ging Werberin Regula Bührer Fecker auf eine Tour de Suisse und beobachtete Aussenwerbung und die Passanten. Sie gab Inputs, damit Plakate in der «Ablenkungspandemie» wieder auffallen. So rät die zweifache Werberin des Jahres etwa, die Elemente wie QR-Codes im Plakat zu reduzieren und auf markante, hochqualitative Bilder von Fotografen zu setzen. (spo/pd)



