28.06.2002

Bündner Tourismus

Erste branchenübergreifende Kooperationsprojekte lanciert

Internet, "Berg Graubündens", CRM sowie Winterkommunikation im Mittelpunkt.

Die Bündner Tourismusbranche ist bereit für neue Formen der Zusammenarbeit. Am "Graubünden Tourismusgipfel GRipZ! 2002" vom 27./28. Juni in Zernez wurden die ersten vier branchenübergreifenden Kooperationsprojekte lanciert. Die Herausforderungen Internet, "Berg Graubündens", Customer Relationship Management CRM sowie Winterkommunikation werden nun in teils bestehenden, teils neuen Arbeitsgruppen und Netzwerken angepackt, wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst.

Das Thema "Kooperationen" stand im Mittelpunkt des zweitägigen Tourismusgipfels GRipZ! 2002. Erstmals wurde dieser Anlass gemeinsam von den wichtigsten Branchenverbänden und Organisationen im Bündner Tourismus vorbereitet und durchgeführt. Die Trägerschaft brachte damit zum Ausdruck, dass die grossen strategischen Herausforderungen im wichtigsten Wirtschaftszweig des Kantons nur gemeinsam angepackt und umgesetzt werden können. Eine Meinung, die in Zernez bei den rund 100 GRipZ!-Teilnehmern - Touristiker aus allen Branchenzweigen - klare Zustimmung fand.

Gefragt waren am Tourismusgipfel verbindliche Bekenntnisse zur künftigen Stossrichtung der Branche. Zur Diskussion gestellt wurde als Startpunkt eine Auslegeordnung mit den rund 30 grössten Herausforderungen und branchenübergreifenden Kooperationsthemen. Die Teilnehmer bewerteten diese Auslegeordnung als richtig und sinnvoll und anerkennen sie als verbindliches gemeinsames strategisches Referenzpapier. Für Einzel-Initiativen ausserhalb dieser Leitlinien werden damit künftig keine Ressourcen mehr bereitgestellt. Das Papier wird in den kommenden Wochen mit Inputs der GRipZ!-Teilnehmer bereichert und bereinigt.

"Worte zu Taten." lautete das Motto des 6. Tourismusgipfels. Taten sollen nun nach den Diskussionen in Zernez in verschiedenen Bereichen folgen. Lanciert wurden vier konkrete Kooperationsprojekte. Mit dem Piz Bernina als Zugpferd sollen die Berge Graubündens auf den internationalen Märkten positioniert und vermarktet werden. Eine entsprechende Arbeitsgruppe wird eingesetzt. Auch im Bereich "Internet" wird ein neuer Ansatz verfolgt. Gemäss dem Willen der Gesamtbranche soll auf Basis der Technologie von Schweiz Tourismus in Graubünden ein zentrales Kompetenzzentrum aufgebaut werden. Ein gemeinsamer Weg wird auch beim Aufbau von Gästebindungs-Programmen (Customer Relationship Management) eingeschlagen. Beide Projekte werden nun von (noch zu bildenden) Arbeitsgruppen angepackt und vorangetrieben.

Im Kerngeschäft "Winter" soll sich die Branche neu über die zahlreichen Spitzen-Events in Graubünden positionieren und vermarkten. Die GRipZ!-Trägerschaft stellte ein entsprechendes Konzept zur Diskussion. Mit der Ski WM 2003 als Aushängeschild könnte die gemeinsame, gezielte Kommunikation bereits auf den kommenden Winter hin erstmals entsprechend umgesetzt werden. Die Gespräche mit den interessierten Organisationen werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.


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