Wer in den kommenden Tagen die Viamala-Schlucht in Graubünden besucht, wird eine Weltpremiere bestaunen können: Vollständig biologisch abbaubare Kleidungsstücke, inszeniert als Showroom in atemberaubender Natur. Möglich macht dies das Bündner Modelabel Muntagnard. Die beiden Gründer Dario Grünenfelder und Dario Pirovino wollen mit dieser Aktion unterstreichen, dass es auch in der Textilbranche möglich ist, nachhaltig und im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu agieren.
«Wir sind sehr stolz darauf, dass wir ausschliesslich Produkte in unserem Sortiment haben, die wir ohne Bedenken in der freien Natur belassen können. Natürlich sollte Kleidung niemals in der Natur entsorgt werden. In unserem Fall können wir aber sicherstellen, dass die Umwelt mit unseren Produkten nicht unnötig belastet würde», wird Dario Grünenfelder, Head of Brand von Muntagnard, in einer Mitteilung zitiert.
Zusammen mit Werteagentur realisiert
Entstanden ist die Idee des ersten biologisch abbaubaren Showrooms der Welt in Zusammenarbeit mit der Werteagentur BrinkertLück Creatives. Die schweizerisch-deutsche Werbeagentur ist darauf spezialisiert, für Marken zu kommunizieren, die im Sinne des Einklangs von Ökologie, Ökonomie und gesellschaftlicher Verantwortung handeln.
«Die Marke passt von ihrer DNA her perfekt zu uns. Wir haben noch viele Idee im Köcher und es macht unglaublich Freude, für Produkte zu kommunizieren, in denen echte Innovationen stecken», so Dennis Lück, Mitgründer von BrinkertLück Creatives.
Kleidung aus Holz und Schweizer Wolle
Ausgestellt werden nebst den Linien «Legna» (Romanisch für Holz) und «Mangola» (Romanisch für Baumwolle) auch die Linie «Lana» (Romanisch für Wolle). Das T-Shirt «Legna» besteht aus nur einer einzigen, 100 Prozent holzbasierten Faser. Durch die einzigartige Mono-Faser-Konstruktion wurde «Legna» für die Kreislaufwirtschaft entwickelt, da es komplett wiederverwertbar und biologisch abbaubar ist. Das T-Shirt «Legna» gilt als das erste Kleidungsstück weltweit, das als komplett plastikfrei zertifiziert wurde, wie es weiter heisst.
Bei der Linie «Mangola» setzen die Bündner auf 100 Prozent rückverfolgbare Langstapel-Baumwolle aus Europa. Von der Faser bis zum fertigen Kleidungsstück zeichnet sich «Mangola» durch höchste Nachhaltigkeits- und Qualitätsstandards aus, wie die Agentur schreibt.
Bestehend aus nur vier biobasierten und biologisch abbaubaren Rohmaterialien, sei «Lana» das wichtigste Leuchtturmprojekt der noch jungen Modemarke. Nebst dem eigens entwickelten Aussenstoff aus 100 Prozent Schweizer Wolle, glänze die «Lana»-Jacke mit einem Futterstoff aus europäischem Buchenholz, Details aus Schweizer Hirschleder und Knöpfen aus Nüssen. Produziert werden die Jacken in einer kleinen Traditionsmanufaktur in Rothenthurm, Kanton Schwyz. (pd/cbe)

