31.10.2022

Brauerei Locher

Erster Schweizer Whisky setzt auf NFT

Zusammen mit dem Start-up Authena hat die Appenzeller Brauerei eine auf 60 Flaschen limitierte Edition des Schweizer Säntis-Malt-Whiskys entwickelt.

«Karl Locher’s 60th – Founder’s Anniversary Reserve»: Diese Sonderabfüllung der Brauerei Locher wird in einer exklusiven, limitierten und nummerierten Auflage von 60 Flaschen angeboten. Sie ist dem 60. Jubiläum von Karl Locher persönlich gewidmet, der dieses Projekt initiiert hat. Aus dem Destillat aus acht verschiedenen, exklusiven Fässern, gereift im grössten Whiskykeller der Schweiz, wurde laut Mitteilung ein «herausragender» Single Malt komponiert.

Der «Karl Locher’s 60th – Founder’s Anniversary Reserve» enthält unter anderem den Schweizer Single Malt Whisky der ersten Stunde. Vor dem Finish reifte der hausintern destillierte New Make in historischen, 80- bis 140-jährigen Bierfässern. Diese hätten vorgehend bereits Brauereigeschichte geschrieben und würden dem Whisky ihren unverwechselbaren Geschmack und Farbe geben. Die 60 Whisky-Flaschen seien ein persönliches Statement von Karl Locher und würden die Firmen- und Familiengeschichte auf ihre eigene und authentische Weise erzählen.

«Innovation beginnt stets im Kopf mit einer kühnen Idee und dem Mut zum Risiko. Die Idee zu dieser limitierten Edition hat sich im Gespräch mit Authena über neuartige technische Möglichkeiten eines NFT-Einsatzes ergeben, bei der reale Objekte mit virtuellen Bildern gesichert und untrennbar codiert werden können. Das Bild zum Whisky zeigt eine Appenzeller Landschaft, aus der wesentliche Rohstoffe zur Herstellung dieser exklusiven Whiskys stammen», lässt sich Karl Locher, Inhaber der Brauerei Locher und Gründer des renommierten Säntis Malt, in der Mitteilung zitieren. Karl Locher arbeitet laut eigenen Angaben mit 40 Schweizer Bauern zusammen, die in höheren Lagen in Appenzell und im Bündnerland (1100 bis 1400 Metern über Meer) Braugerste anbauen – und die, neben Quellwasser aus dem Alpstein, beim Whisky ihre Verwendung findet. 

Flasche und Bild gehören zusammen

Die Informationen über die jeweilige Whiskyflasche seien jederzeit abrufbar, indem man mit einem Smartphone das in die Flasche integrierte physisch-digitale NFC-Siegel auslese. Dabei werden Informationen übertragen – in diesem Fall eine eindeutige Identifikationsnummer und Informationen darüber, ob das Siegel noch intakt ist. Herzstück sei die blockchain-basierte Technologie von Authena, die eine mögliche Fälschung der exklusiven Flaschen durch das Versiegeln mit einem NFC-Siegel praktisch verunmögliche. Sobald die Flasche geöffnet und somit das Siegel beschädigt wird, erfolgt eine entsprechende Meldung, die bei der nächsten Interaktion mit dem NFC-Tag erscheint.

Diese technische Lösung bietet der Kundschaft laut Mitteilung «grösste Sicherheit» und ermöglicht gleichzeitig eine «permanente Interaktion» zwischen den involvierten Seiten über die dazugehörige App.«Die neuartige Krypto-Technologie verspricht ein neues Level an Sicherheit bei globalen Spitzenprodukten. Unsere blockchain-basierte Technologie in Verbindung mit digital-analogen Siegeln machen Produktfälschungen weltweit wirtschaftlich nicht skalierbar und damit unrentabel», wird Matteo Panzavolta, CEO von Authena, zitiert.

Jede der streng auf 60 Flaschen limitierten Sonderedition des «Karl Lochers 60 – Gründerjubiläum-Reserve» ist mit einem NFT hinterlegt. Im konkreten Fall wird mit dem NFT der Authentizitäts- und Eigentumsnachweis über 1/60 des insgesamt 60-teiligen Bildes aus Appenzell von Martin Fuchs abgebildet. 

Das zugehörige NFT-Bild und die jeweilige Flasche seien damit untrennbar verbunden, fälschungssicher im Crypto-Wallet eingetragen und damit alleiniges Eigentum des Besitzenden der zugehörigen Flasche. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer dieser Edition werden bei der Brauerei Locher Mitglieder eines exklusiven Freundeskreises. Als Mitglied erhalte man Einladungen zu Veranstaltungen, Besichtigungen, Sonderangeboten und Subskriptionen. (pd/tim)



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