Die geänderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hinterlassen ihre Spuren auch in der Geschäftsentwicklung der im Bund der Public Relations Agenturen der Schweiz BPRA angeschlossenen Mitglieder. Gemäss einer Umfrage, an welcher 18 von 21 angeschlossenen Agenturen teilnahmen, haben die meisten ihre vor Jahresfrist gehegten Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2002 nach unten revidiert. So rechnen die Umfrageteilnehmer, welche im Jahr 2001 zusammen ein Nettohonorarvolumen von knapp 87 Mio. Franken erzielten, für das laufende Jahr 2002 bloss noch mit einem Volumen von rund 82 Mio. Franken Das entspricht einem Rückgang von knapp 6 Prozent. Im Oktober 2001 war noch von einer Steigerung um rund 1 Prozent ausgegangen worden.
Sollten sich diese Schätzungen in den effektiven Jahresabschlüssen bestätigen, so ist damit in der seit Beginn der statistischen Erfassung in den Achtziger Jahren ungebrochenen Aufwärtsentwicklung erstmals ein Knick zu verzeichnen. Die Agenturen führen diese Trendwende in erster Linie auf Verschiebungen und Redimensionierung von Projekten ihrer Kunden zurück, die nicht innert nützlicher Frist durch Neuaufträge kompensiert werden konnten. Die negative Entwicklung der Kapitalmärkte sowie verstärktes In-Sourcing trugen das ihre zur Verringerung der Nachfrage nach Public Relations-Dienstleistungen bei. Trotz dieses negativen Gesamttrends geht knapp ein Drittel der antwortenden Mitgliedagenturen für dieses Jahr von einem Wachstum aus. Als Stichworte wurden dabei unter andern Expo-Aufträge genannt.

