20.02.2001

Fantastic überdenkt Unternehmensstrategie

Softwareproduzent für Breitbandübertragung The Fantastic Corporation meldet 60 Millionen Dollar Verlust.

The Fantastic Corporation, ein führender Anbieter von Software-Lösungen für die Breitbandübertragung von Multimediainhalten (Neuer Markt Frankfurt: FAN), meldet einen Verlust von US $ 60.2 Mio. für das vergangene Geschäftsjahr im Vergleich zu US $ 53.2 Mio. in 1999. Die Umsatzzahlen für den Bilanzierungszeitraum belaufen sich auf US $ 17.1 Mio. verglichen mit dem Vorjahresergebnis von US $ 23.0 Mio. Dies entspricht einer Abnahme von 25.4%. Der Bruttoertrag fiel um 35.2% auf US $ 13.4 Mio. gegenüber US $ 20.7 Mio. in 1999. Entsprechend verringerte sich die Bruttogewinnmarge auf 78.3% im Jahr 2000 im Vergleich zu 90.2% im Vorjahr. Diese Zahlen resultieren zum einen aus dem geringer als erwarteten Lizenzverkauf und zum anderen aus den gestiegenen Einnahmen für Unterhalt und Serviceleistungen.

«Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr in 1999 sind wir mit dem diesjährigen Ergebnis sehr unzufrieden», so Reto Braun, Chairman und CEO von Fantastic. «Der Entwicklungsprozess für den Breitbandmarkt dauert länger als erwartet und hat sich dementsprechend negativ auf unser Geschäft und unser Ziel, möglichst schnell profitabel zu werden, ausgewirkt.» Weiter sagt Braun: «Der Breitband-Multimediamarkt steckt noch immer in den Kinderschuhen und das Tempo der Weiterentwicklung ist schwierig vorauszusagen. Wir sind zur Überzeugung gelangt, dass der Ausbau des Breitbandmarktes mehr als Technik und Vision erfordert, sondern auch Partnerschaften mit führenden Unternehmen.»

«Diese Erkenntnis hat uns veranlasst, unsere Unternehmensstrategie zu überdenken und den Weg über Wiederverkäufer und Partnerschaften einzuschlagen. Die Kooperation mit IBM verläuft vielversprechend und ich bin überzeugt, dass eine Kehrtwende noch in diesem Jahr möglich ist.» Die Betriebsausgaben blieben mit US $ 70.2 Mio. im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr relativ konstant, obwohl die Zahlen für 1999 durch nicht zahlungswirksame Vergütungsaufwendungen in Höhe von US $ 34.5 Mio. belastet wurden. In 2000 betrugen die Ausgaben für nicht zahlungswirksame Vergütungsaufwendungen lediglich US $ 9.8 Mio. Unter Berücksichtigung dieser Zahlen ergibt sich ein wesentlicher Anstieg der Nettobetriebskosten für das Jahr 2000 in Höhe von US $ 24.6 Mio.

Chief Financial Officer Andreas Emmenegger kommentiert: «Die Betriebsausgaben widerspiegeln den Aufbau der Marketing- und Vertriebsorganisation für die ursprünglich erwartete Ausweitung der Geschäftsaktivitäten. Mit dem Restrukturierungsprogramm zieht Fantastic die Konsequenz aus den Marktentwicklungen im Geschäftsjahr 2000 und wird so die laufenden Betriebskosten deutlich senken.»



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