02.11.2009

Lindt & Sprüngli

Federer kostet bis zu 8 Millionen Franken

Emmi hatte das Nachsehen.

Tennisstar Roger Federer erhält für den Vertrag mit Lindt & Sprüngli bis zu 8 Millionen Franken. Das berichtet cash und beruft sich auf gut unterrichtete Kreise. Das Nachsehen beim Deal hat die Luzerner Emmi. Die Herstellerin von höhlengereiftem Käse und Caffè Latte bot zu wenig.

Im Mai kündete der Schweizer Milchproduzent den Sponsoring-Vertrag mit Roger Federer auf Ende Jahr. "Federer ist eine Klasse zu hoch für uns", sagte damals Emmi-Sprecher Stephan Wehrle der Zeitung "Sonntag". "Werbung mit einem globalen Superstar macht für Emmi keinen Sinn", sagte Wehrle. Das Unternehmen sei dafür in zu wenigen Märkten aktiv. Im Juli dann die überraschende Richtungsänderung. CEO Urs Riedener sagte in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft": "Der Federer-Hype ist natürlich auch für uns positiv, sind wir doch seit sechs Jahren in einer Zusammenarbeit mit ihm. Der Vertrag läuft aus, und wir machen uns derzeit Gedanken, ob und in welcher Form wir allenfalls mit Roger Federer auch in Zukunft zusammenarbeiten können." Offenbar waren die Luzerner nicht bereit, das Millionen-Angebot von Lindt & Sprüngli zu überbieten.

Federer ist mit Lindt seine neunte Partnerschaft eingegangen. In der Schweiz sind das der Uhrenhersteller Rolex, die Versicherung Nationale Suisse, die Fluggesellschaft Swiss und Jura Kaffeemaschinen. International werben der Sportartikelhersteller Nike, der Rasiererproduzent Gillette und der Racket-Hersteller Wilson mit Roger Federer. Der lukrativste Deal ist derjenige mit Nike. Dieser soll für einen Ausrüstervertrag mit dem Schweizer über 100 Millionen Dollar gezahlt haben.


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