In Zukunft sollten Werbeblöcke kürzer werden, dafür aber häufiger aufeinander folgen, meint Gerhard Zeiler, Vorstandsvorsitzender der RTL Group, Europas grösster privater TV-Kette. Dieser setzte sich vergangenen Mittwoch bei Europaabgeordneten in Brüssel für flexiblere Werbebestimmungen ein. Verkürzte Werbeblöcke sollen verhindern, dass durch die neue digitale Fernsehtechnologie Werbung automatisch erkannt und ausgeblendet wird. Zeiler fordert mehr Flexibilität, damit Fernsehsender sich dem Veränderungen unterliegenden Umfeld anpassen können.
"Niemand schreibt Zeitungen oder Zeitschriften vor, auf welcher Seite sie Anzeigen platzieren können", sagte der RTL-Chef. Die Digitalisierung werde völlig neue Möglichkeiten eröffnen und den Fernsehsendern muss Gelegenheit gegeben werden, diese zu nutzen. "Ein theoretisches Beispiel wäre, während einer Sportübertragung einen Einzelspot zu senden, während der Ball im Out ist und der Zuseher nichts verpasst", erklärt Oliver Herrgesell, Sprecher der RTL-Group, gegenüber pressetext eine der möglichen Optionen.

