19.08.2022

Schweizer Tourismus-Verband

Generalversammlung in Zeichen neuer Projekte

Die STV-Mitglieder haben an der 90. GV den SAC-Geschäftsführer Daniel Marbacher in den Vorstand gewählt.
Schweizer Tourismus-Verband: Generalversammlung in Zeichen neuer Projekte
Der Schweizer Tourismus-Verband hat am 19. August seine 90. Generalversammlung durchgeführt. (Bild: zVg)

Ziemlich genau vor 90 Jahren, am 16. Juli 1932, wurde der Schweizer Tourismus-Verband (STV) als «Schweizerischer Fremdenverkehrsverband» gegründet. Es war die Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren, die damals das Bedürfnis nach einer organisierten Interessensvertretung weckte. Im Jahr 2022 kommt dieser Vertretung mehr Bedeutung zu denn je, wie es in einer Mitteilung heisst: Der Fachkräftemangel, Wechselkurs-Verwerfungen, ansteigende Zinsen, die drohende Energieknappheit und Anpassungen aufgrund des Klimawandels sind nur einige der Herausforderungen, mit denen sich der Schweizer Tourismus aktuell konfrontiert sieht.

«Die Riesenkuppe Corona ist noch nicht ganz überschritten, da warten schon die nächsten Aufstiege», fasste STV-Präsident Nicolo Paganini die Situation anlässlich seiner Eröffnungsrede laut Mitteilung zusammen. Entsprechend sei der STV zusammen mit seinen Kernmitgliedern «in engem Austausch mit Politik und Behörden, um die für den Tourismus wichtigen Anliegen zu platzieren».

Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit wächst weiter

Der STV hat im laufenden Jahr «intensiv» am Aufbau und der Weiterentwicklung des Kompetenzzentrums Nachhaltigkeit (Kona) gearbeitet. Einen wichtigen Pfeiler bildet in diesem Zusammenhang das Programm Swisstainable, welches im März 2022 in die Aktivitäten des Kona integriert wurde. Der STV betreut alle organisatorischen Arbeiten, welche im Rahmen von Swisstainable anfallen und entwickelt das Programm zusammen mit Schweiz Tourismus laufend weiter. Mit Erfolg: Dem Programm hätten sich bereits über 1100 Betriebe angeschlossen. Als einer der nächsten Schritte wird die OK:GO-Initiative des Fördervereins Barrierefreie Schweiz ins Kona integriert.  

Destination Lab vernetzt die Destinationen

Tourismusdestinationen vernetzen und damit die Innovation und den Wissenstransfer steigern: Dies ist gemäss Mitteilung das Ziel des Projekts Destination Lab, das im März 2022 vom STV in Zusammenarbeit mit diversen DMO und Hochschulen sowie Schweiz Tourismus und dem Netzwerk Schweizer Pärke als institutionelle Partner lanciert wurde. Das Destination Lab hat den Anspruch, «Schweizer Tourismusdestinationen nicht nur in der Gästeberatung, sondern neu auch in der Produktentwicklung weiter voranzubringen». Bereits 41 Destinationen würden sich unter dem STV-Dach zusammenfinden. Vertreten sind DMO aus allen vier Sprachregionen und Landesteilen.

Kontinuierlicher Ausbau

Anfang 2020 trat die neue STV-Strategie in Kraft, welche eine «noch engere Zusammenarbeit» im Schweizer Tourismus zur Folge hatte. Vor dem Hintergrund, dass der Tourismus nur dann erfolgreich sein kann, wenn alle Glieder der touristischen Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, wurde die Anzahl der Kernmitglieder, und mit ihnen die Vertreterinnen und Vertreter im Vorstand, kontinuierlich ausgebaut.

Von der Erweiterung der Kernmitglieder profitiere auch die politische Interessenvertretung des STV, welche dadurch «breiter abgestützt» sei und «an Durchschlagskraft» gewinne. «In diesem Jahr darf der STV den Schweizer Alpen-Club (SAC) als neues Kernmitglied begrüssen», wie es weiter heisst. Geschäftsführer Daniel Marbacher wurde am 29. August stellvertretend in den Vorstand gewählt, wo er die Interessen des SAC vertreten wird. Der 48-jährige dreifache Familienvater aus Burgdorf ist gelernter Schuhmacher und Geograf und hat jahrelang selbstständig als Bergführer gearbeitet. (pd/tim)


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