Weiterbildungsangebote gibt es wie Sand am Meer - ein Nachteil für Konsumenten. Das Qualitätslabel "eduQua" bringt Licht ins Dunkel und misst die Qualität der Angebote. Das Label wurde gemeinsam von Bund und Kantonen geschaffen. Die Auswahl qualifizierter Angebote im Weiterbildungsmarkt wird seit einem Jahr durch das offizielle "eduQua"-Label erleichtert. Bisher wurden über 100 Anbieter von Weiterbildung zertifiziert, wie die Schweizerische Vereinigung für Erwachsenenbilung (SVEB) am Montag Bilanz zog.
Das "eduQua"-Zertifizierungsverfahren soll gemäss Felix Mätzler von der SVEB Qualität von Weiterbildungsangeboten mess- und vergleichbarbar machen. Damit werde Lernwilligen die Auswahl von Schulen, Kursen und weiteren Institutionen erleichtert. Das Label schaffe Grundlagen für behördliche Entscheidung, zum Beispiel im Bereich der Subventionierung von Weiterbildung. Für die Anbieter bringe das Label eindeutig Marketingvorteile, heisst es in der Bewertung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT).
Marketingvorteile
Die Weiterbildungsangebote werden nach sechs Minimalkriterien gemessen. Darunter fallen Lernerfolg, Leistung der Institution, Bewertung der Lehrkräfte sowie Kundenorientierung. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) sind die Kriterien des Labels dem Markt angepasst. Gemäss der Präsidentin des Konsumentenforumfs (kf), Katharina Hasler, müssen die Kriterien laufend erneuert werden. Zudem könne "eduQua" eine selbstverantwortliche, sorgfältige Auswahl nicht ersetzen, dennoch begrüsse das kf das Label. Die zertifizierten Weiterbildungsanbieter würden das Label zu 73 Prozent positiv beurteilen, schliesst das BBT in seiner Beuteilung. Die Zukunft des nationalen Qualitätslabels sei damit gesichert - langfristig soll "eduQua" flächendeckend in der Schweiz eingeführt werden. Das Label wird laut Mätzler in den Kantonen Genf, Luzern, Tessin, Wallis, Zug und Zürich mittlerweile schon für verbindlich erklärt, zum Beispiel für die Bewerbung um Subventionen.

