Eine RTS-Recherche deckt auf, wie Red Bull systematisch Universitätsgelände für Marketingzwecke nutzt. In Lausanne und Bern verteilt der Konzern kostenlose Energydrinks. In Lausanne gilt ein striktes Verbot von Lebensmittel- und Getränkeverteilungen auf dem Campus. In Bern dürfen ohne Bewilligung keine Produkte auf öffentlichem Grund verteilt werden.
Die Strategie reicht von Willkommenstaschen für Erstsemester über einen zweistöckigen Werbebus bis hin zu «Student Marketeers», die als Markenbotschafter fungieren. Besonders brisant: Das Studentenkomitee in Lausanne unterstützt die Aktionen und lagert Red-Bull-Produkte in einem Kühlschrank im Komiteebüro.
Der Getränkehersteller, der 2023 über zwölf Milliarden Dosen weltweit verkaufte, wollte sich zu den Vorwürfen nicht äussern. (cbe)

