22.11.2021

Umfrage

Jeder Sechste kaufte am Black Friday 2020 ein

Aufgrund der Resultate einer repräsentativen Erhebung sei 2021 wie im Vorjahr von einem Umsatz von rund 500 Millionen Franken auszugehen, schreibt Blackfridaydeals.ch.
Umfrage: Jeder Sechste kaufte am Black Friday 2020 ein
Fast 70 Prozent der Käufer des letzten Black Fridays gaben in einer Umfrage an, lediglich Artikel eingekauft zu haben, welche sie auch wirklich benötigten. (Bild: Pixabay)

Der Singles Day 2021 erzielte in der Schweiz, wie auch global, neue Umsatzrekorde. «Gleichzeitig beobachten wir, dass viele Händler während dem November auch ausserhalb der Shoppingtage viele attraktive Angebote gestalten», heisst es in einer Mitteilung von Blackfridaydeals.ch. Dieser Trend aus den letzten Jahren setze sich also weiter fort.

Gemäss der repräsentativen Umfrage von Demoscope konsumierte im letzten Jahr nur jede und jeder Sechste am Black Friday, heisst es in der Mitteilung. Weiter würden bei gewissen Produkten Lieferengpässe bestehen. Aus diesen Gründen geht Blackfridaydeals.ch davon aus, dass sich der Umsatz am Black Friday 2021 wieder bei den rund 500 Franken Millionen – im Non-Food Bereich – des letzten Jahres befinden dürfte.

Retailexperte Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch wird zitiert: «Viele Onlinehändler versuchen vermehrt den ganzen November zum Shoppingevent zu machen. Die Händler haben sogar damit angefangen, die Woche nach dem Black Friday Schnäppchen unter dem Eventnamen ‹Cyber Week › zu verkaufen. In der Gesamtrechnung gibt der Black Friday wohl somit etwas von seiner Bedeutung an die umliegenden Tage ab. Dieser bleibt aber klar der wichtigste einzelne Shoppingtag. Die Bedeutung des Novembers, welcher zusammen mit dem Dezember der wichtigste Monat für den Detailhandel darstellt, steigt insgesamt weiter.» 

Ein Drittel hat schon einen Black Friday-Kauf bereut

Ein Drittel aller befragten Konsumentinnen und Konsumenten, welche am letzten Black Friday etwas gekauft haben, haben mindestens einen Black Friday-Kauf bereut. Schaut man sich lediglich die Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen an, dann steigt der Anteil der Kunden mit Reue gar auf zwei Drittel. Dennoch könne man nicht von einem generellen Überkonsum reden, denn gemäss Umfrage kaufe lediglich jede achte Person Produkte ausschliesslich wegen den hohen Rabatten.

Fast 70 Prozent der Käufer des letzten Black Fridays gaben an, lediglich Artikel eingekauft zu haben, welche sie auch wirklich benötigten. Weiter entlaste folgende Erkenntnis das Vorurteil des Überkonsums: nur fünf Prozent der Schweizerinnen und Schweizer gaben an, wegen Black Friday schon einmal ihr persönliches Budget überschritten zu haben. Bei den Antworten zu dieser Frage könne man einen deutlichen Röstigraben beobachten, wie es weiter heisst: Westschweizerinnen und Westschweizer haben ihr Budget schon dreimal so häufig überschritten wie Deutschweizerinnen und Deutschweizer.

Von den Reichen lernt man sparen

Interessante Erkenntnisse ergeben sich gemäss Mitteilung auch, wenn man die Antworten der repräsentativen Umfrage nach sozioökonomischen Kriterien filtert. So gaben Erwerbstätige signifikant häufiger an, Produkte zu kaufen, welche sie benötigen, während nicht Erwerbstätige eher Produktewegen den hohen Rabatten kauften.

Insgesamt gaben die höheren Einkommensgruppen an, mehr an Black Friday zu partizipieren, sowohl weil sie die Artikel benötigen als auch wegen den Rabatten. Aus diesem Grund würden die Wohlhabenderen insgesamt mehr vom Black Friday profitieren. Der Anteil der Konsumentinnen und Konsument, welche ihre Black Friday Käufe im Nachhinein bereuen, ist über alle Einkommensgruppen gleich. (pd/tim)



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