Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz in die Markenführung integrieren, ohne ihr die strategische Führung zu überlassen.
Vertreterinnen und Vertreter von Marken wie Sixt, Ikea, Kärcher, Zweifel, Brack und L'Oréal beschrieben unter dem Leitthema «Mannschaftsspiel Markenführung – Teammitglied KI» eine ähnliche Entwicklung: KI beschleunige Prozesse, werte Daten aus und stütze Entscheidungen, die Verantwortung für die Marke bleibe aber beim Menschen. «Der beste Prompt ist eine starke Brand-DNA», so Eliah Werner, Vice President Brand bei Sixt, gemäss einer Medienmitteilung.
Tobias Zehnder von Webrepublic dafür, Performance-Marketing und Markenführung nicht länger getrennt zu betrachten. KI helfe, Daten auszuwerten und Kampagnen zu steuern; die strategische Führung müsse beim Menschen bleiben. «Die KI muss Teammitglied bleiben und darf nicht in die Teamleitung befördert werden», wird Zehnder in der Medienmitteilung des Veranstalters zitiert. Bei L'Oréal verwies Alma Lipa auf einen Human-in-the-Loop-Ansatz, der menschliche Kontrolle über die Technologie sicherstellen soll.
Mit dem Marketing Thought Leader Award 2026 zeichnete der Kongress Roman Reichelt aus, CMO von Brack. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Anlasses vergeben; die Jury wurde nicht namentlich ausgewiesen.
Aus Sicht der Veranstalter Hans-Willy Brockes (ESB Marketing Netzwerk) und Stephan Feige (htp St.Gallen) hat KI die Experimentierphase in der Markenführung verlassen. Der nächste Schweizer Markenkongress ist für den 9. Juni 2027 angesetzt. (pd/nil)

