21.03.2022

Jelmoli

Kooperation mit Sharely eingegangen

Das Warenhaus bietet neu Premiumprodukte über die Zürcher Miet- und Vermiet-Plattform an.
Jelmoli: Kooperation mit Sharely eingegangen
Will die Kreislaufwirtschaft mit der Plattform Sharely ankurbeln: das Zürcher Warenhaus Jelmoli. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

«Teilen statt Kaufen liegt im Trend und entspricht einem echten Bedürfnis, welchem wir mithilfe von Sharely nachkommen wollen», lässt sich Jelmoli-CEO Nina Müller in einer Mitteilung zitieren. Mit «The Green Act», Jelmolis Nachhaltigkeitsstrategie, sei Nachhaltigkeit als zentraler Faktor und gelebter Wert laut eigenen Angaben fest im Unternehmen verankert. Sie stehe im Zentrum der Vision, das Warenhaus «neu zu erfinden und den bewussten Konsum der Zukunft aktiv mitzugestalten».

Das Zürcher Warenhaus habe bereits 2020 erste Schritte in puncto Kreislaufwirtschaft unternommen und insbesondere in den Bereichen Secondhand und Rent wichtige Meilensteine erreicht. Neu biete Jelmoli nun verschiedene Objekte über die Sharing-Plattform zur Miete an und stärke damit seine Vorreiterrolle im Bereich der Kreislaufwirtschaft, wie bereits vorgängige Kooperationen mit innovativen Unternehmen wie Ragfair oder Reawake zeigen würden. 

Bereits über 48‘000 Schweizerinnen und Schweizer teilen sich gemäss Mitteilung über die Online-Plattform Sharely eine Vielzahl von Produkten, die meist teuer in der Anschaffung seien und nur wenige Male im Jahr gebraucht würden. Das Zürcher Startup hat anfangs dieses Jahres eine neue Phase für die Schweizer Kreislaufwirtschaft eingeläutet: Mithilfe neuer Investoren, Partnern aus dem Handel und eines grossen Relaunches in mehreren Sprachen will Sharely eine breite Masse für die Kreislaufwirtschaft begeistert.

«Wenn Konsumenten einen Gegenstand benötigen, so bieten sich ihnen bislang drei Optionen: Neukauf, Second-Hand oder Verzicht. Mit unserer Plattform wollen wir die Miete von Gegenständen als echte, nachhaltige und günstige Alternative etablieren», wird Sharely-CEO Lucie Rein in der Mitteilung zitiert. Sie ergänzt: «Wir sind stolz darauf, dass wir mit Jelmoli einen starken Partner gewinnen konnten, der über unsere Plattform seiner Kundschaft den Zugang zur Kreislaufwirtschaft ermöglicht.»

Starkes Wachstum am Puls der Zeit

Die organisch gewachsene Online-Plattform Sharely verzeichnet laut eigenen Angaben seit ihrer Gründung 2014 ein rasantes Wachstum.  Detailhändler wie Migros und Jelmoli hätten die Chancen der Kreislaufwirtschaft erkannt und seien mit Sharely Partnerschaften eingegangen. Rein sagt: «Unser Ziel ist es, dass der Schweizer Handel verschiedene Produkte – auch Ausstellungsstücke oder Retouren – über Sharely der Kreislaufwirtschaft zuführt. So schaffen wir für den Handel einen neuen Absatzmarkt, der nicht nur wirtschaftlich attraktiv, sondern auch nachhaltig ist und unsere Ressourcen schont.»

Üblicherweise werde im Handel ein Produkt ein Mal verkauft. Sharely siehe vor, dass dieses Produkt von den zahlreichen Mitgliedern der Sharing-Economy wiederverwendet werden könne. Sowohl der Detailhändler als auch der Käufer eines Produkts könnten ihre Produkte über die Plattform vermieten und diese damit in die Kreislaufwirtschaft überführen. So entstehe für den Handel eine neue Wertschöpfungskette, indem jedes einzelne Produkt über einen Mietvorgang wieder in Umlauf gebracht wird. «Wir wollen die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz als echte Alternative etablieren und bieten unseren Nutzerinnen und Nutzern seit eine neue Bedienoberfläche mit der Möglichkeit, sämtliche Transaktionen auch über Twint abzuwickeln. Damit machen wir das Mieten und Vermieten so einfach, wie noch nie», so Rein weiter. (pd/tim)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen