Viele Spitzenmanager in der Schweiz foutieren sich um ihre gesellschaftliche Verantwortung. Dies ergab eine Befragung von Geschäftsverantwortlichen mittlerer Unternehmen. 60 Prozent der Befragten bestätigten die These, dass viele Unternehmensleitungen sich ihrer Macht nicht bewusst sind und daher ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht oder zu wenig wahrnehmen. 20 Prozent widersprachen dieser Ansicht.
Die Ergebnisse der Umfrage des GfS-Forschungsinstituts zum Thema Macht und Verantwortung wurden am Mittwoch an der Jahrestagung der Gesellschaft für praktische Sozialforschung in Zürich präsentiert. Gemäss der im September durchgeführten Befragung sind die Unternehmensleiter der Meinung, dass sich ökonomische und ethische Ziele grundsätzlich vereinbaren lassen. Die heutigen Rahmenbedingungen ermöglichten aber nur kurzfristige Planungen.
Die Befragten stimmten der These zu, dass die Unternehmen in der Schweiz nur begrenzt gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, und sie anerkennen, dass dies von ihnen stärker erwartet wird. Bemerkenswert ist, dass die mächtigeren Geschäftsverantwortlichen den Handlungsbedarf vor allem bei den anderen Unternehmen sehen.

